Automatisierungssysteme Der Bediener als zentrale Figur bei Konzeption und Betrieb von industriellen Automatisierungssystemen

Autor / Redakteur: John Pretlove, Charlotte Skourup / Marion Henig

Verbesserungen in der Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Automatisierungssysteme haben dazu geführt, dass sich das Bedienpersonal immer weniger mit einfachen Tätigkeiten herumschlagen muss, sondern sich anspruchsvolleren Aufgaben der Überwachung, Prozessführung bei Störungen, Optimierung und Instandhaltung widmen kann.

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In den letzten 50 Jahren hat sich eine klare Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Mensch und Maschine entwickelt, die sich an den jeweiligen Fähigkeiten der beiden orientiert. Eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine hängt jedoch von der kontinuierlichen technologischen Entwicklung in drei Bereichen ab: Werkzeuge zur Entscheidungsunterstützung, Ergonomie und Visualisierungstechnologien und die Benutzerfreundlichkeit von komplexen Systemen. Die optimale Synthese dieser drei Bereiche ist die Basis für die Entwicklung einer modernen Bedienerumgebung für Automatisierungssysteme.

In den vergangenen 50 Jahren hat die zunehmende Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von industriellen Automatisierungssystemen zu einer Entlastung der Bediener von langweiligen, sich wiederholenden bzw. gefährlichen Aufgaben geführt. Stattdessen spielt das menschliche Bedienpersonal in hoch komplexen industriellen Automatisierungssystemen – zum Beispiel in elektrischen Energieversorgungsnetzen, Zellstoff- und Papierfabriken, Kraftwerken und Raffinerien – heute eine zentrale Rolle bei der Überwachung, Erkennung von Anomalien, Instandhaltung und Prozessoptimierung. Trotz dieses scheinbaren Widerspruchs ist der menschliche Bediener ein fester Bestandteil jedes automatisierten Regelkreises in nahezu allen industriellen Anwendungen jeder Größenordnung.

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