Verlässlicher Rechtsrahmen für GUD-Kraftwerk gefordert Currenta verschiebt Zeitplanung für GUD-Kraftwerk in Krefeld-Uerdingen
Der Stadtwerkeverbund Trianel und der Chempark-Betreiber Currenta haben ihre Kooperationsvereinbarung für den Bau des Gas- und Dampf (GUD)-Kraftwerks Krefeld-Uerdingen erneuert. Mit diesem Schritt wird die Realisierung des GUD-Kraftwerks als gemeinsames Ziel unterstrichen. Gleichzeitig haben die Kraftwerkspartner aber auf die energiepolitischen Rahmenbedingungen reagiert, die derzeit einer Investitionsentscheidung entgegenstehen, und vor diesem Hintergrund ein neues Zeitfenster vereinbart.
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Aachen/ Krefeld-Uerdingen - Entgegen der bisherigen Absicht, das GUD-Kraftwerk bereits 2016 oder 2017 in Betrieb zu nehmen, muss laut Currenta nun eine spätere Inbetriebnahme verfolgt werden. Der neue Zeitplan setzt voraus, dass die notwendigen Randbedingungen bis Ende 2014 feststehen und führt zu einer Verschiebung des Projekts von bis zu drei Jahren.
Das bis zu 1200 Megawatt leistende, bereits genehmigte Gas- und Dampfturbinenkraftwerk könne einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, sei aber im jetzigen Marktumfeld nicht wirtschaftlich.
Forderungen an die Politik
"Wir brauchen einen politisch und rechtlich verlässlichen Rahmen, der die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerksprojekts gewährleistet", erklärt Currenta-Geschäftsführer Dr. Günter Hilken. Hilken und Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel, sind sich einig: "Wir haben drei konkrete Forderungen an die Politik: eine verlässliche Zusage zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung für die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen; eine verlässliche Zusage dafür, dass die Umlage erneuerbarer Energien nicht auch auf selbst erzeugten und genutzten Strom aus KWK-Anlagen angewandt wird und - ganz wichtig - ein Strommarktdesign, das Anreize für die Investition in konventionelle Kraftwerke setzt."
Becker ergänzt: "Durch die Zusammenarbeit von Currenta und Trianel können wir ein Gemeinschaftskraftwerk errichten, das auf die Herausforderungen - höchste Effizienz bei gleichzeitig höchster Flexibilität der Stromerzeugung zur Integration der erneuerbaren Energien - die richtigen Antworten gibt." Umso bedauerlicher sei es, so Becker und Hilken, dass auch heute - zwei Jahre nach den energiepolitischen Grundsatzbeschlüssen vom Sommer 2011 - die für den Baubeschluss notwendigen sicheren Rahmenbedingungen fehlten.
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