CO2-Methanisierung Clariant beliefert Power-to-Gas-Anlage von Audi mit SNG-Katalysatoren
Audi setzt zukünftig für die CO2-Methanisierung in seiner Power-to-Gas-Anlage in Werlte auf SNG-Katalysatoren von Clariant. Das Katalysatorgeschäft soll Clariants Marktposition bei der CO2-Konversion, im Energieverwertungsmarkt und bei Substitute Natural Gas-Technologien stärken.
Anbieter zum Thema

Muttenz – Clariant wird zukünftig die erste E-gas Anlage von Audi mit selbst entwickelten SNG-Katalysatoren beliefern. Seit Juni dieses Jahres produziert der Automobilhersteller in Werlte synthetisches Methan – pro Jahr sollen dort durchschnittlich 1,4 Millionen Kubikmeter Methan entstehen. Die Power-to-Gas-Anlage wandelt dabei Wasserstoff aus erneuerbaren Enerigequellen unter Beigabe von CO2 in Substitute Natural Gas (SNG) um. Rund 2800 t CO2 werden so pro Jahr gebunden.
Clariant entwickelt und vertreibt Katalysatoren und Adsorbentien für die CO2-Konversion und SNG-Technologien. Neben dem Katalysatorgeschäft mit Audi hat das Unternehmen in diesem Jahr bereits den Abschlusss eines langfristigen Kooperationsvertrags mit Wison Engineering und einer Tochtergesellschaft der Global Engineering and Construction Group von Foster Wheeler bekannt gegeben, der die Ausrüstung einer Methanisierungsanlage in China mit Clariant-Katalysatoren vorsieht.
„Es ist unser strategisches Ziel, den Wert unseres Geschäfts durch Innovationen zu steigern, und SNG ist für das Katalysatorengeschäft von Clariant ganz klar ein Wachstumsmarkt. Die neue Power-to-Gas-Anlage zeigt eindrucksvoll, dass SNG-Technologie eine attraktive Lösung für die CO2-Verwertung, die Energiespeicherung und eine künftige saubere Energieversorgung ist“ erklärt Hariolf Kottmann, CEO von Clariant.
Methan für 1500 Audi A3
Das produzierte Methan in der Anlage in Werlte wird ausreichen, damit 1500 neue Audi A3 Sportback G-tron jedes Jahr jeweils 15 000 km CO2-neutral zurücklegen können. Die Anlage wurde von Etogas konzipiert, geplant und gebaut. Die eingesetzte Technologie kann auch verwendet werden, um überschüssige Energie im Erdgasnetz zu speichern, sodass flexibel auf Nachfrageschwankungen reagiert werden kann.
„Mit dieser 6-Megawatt-Anlage leiten wir die kommerzielle Anwendung dieser neuen Technologie zur Energiespeicherung ein. In den kommenden Jahren werden wir den Markt mit Anlagen versorgen, die über Anschlusswerte von bis zu 20 MW verfügen“, sagt Karl Maria Grünauer, Geschäftsführer von Etogas.
Die Methanisierungstechnologie für Power-to-Gas-Anlagen wird seit 2009 entwickelt. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart, ein F&E-Partner von Etogas und langjähriger Kooperationspartner der Geschäftseinheit Catalysts von Clariant, hatte ursprünglich die Technologie entwickelt und erfolgreich in mehreren mit SNG-Katalysatoren von Clariant versorgten Pilotanlagen zur CO2-Methanisierung angewendet.
(ID:42369719)