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Lanxess und Saudi Aramco hatten am 1. April 2016 das Joint Venture für synthetischen Kautschuk mit Unternehmenssitz im niederländischen Maastricht gestartet. Drei Kautschukbetriebe und rund 500 Lanxess-Mitarbeiter am Standort Dormagen waren in das 50:50-Gemeinschaftsunternehmen gewechselt.
Currenta mahnt funktionierende Infrastruktur an
Mit Blick in die Zukunft betonte Grigat aber, dass weitere langfristig angelegte Investitionen im Chempark keine Selbstläufer seien. Der Chempark-Leiter kritisierte in Richtung Politik die unklaren Perspektiven für neue Projekte mit industrieller Nutzung von Strom und Dampf. Im Alltag sichtbarer aber seien die Probleme, die sich aus der dringend notwendigen Instandhaltung öffentlicher Verkehrswege ergeben.
„Eine intakte und leistungsfähige Infrastruktur ist wichtig für die Industrie hier im Land – für die Chempark-Standorte hat sie sogar existenzielle Bedeutung. Dies gilt insbesondere für die Autobahn-Situation im westlichen NRW“, so Grigat. Ersatzbauwerke für die Rheinbrücken der A 1 und der A 40, der Ausbau der A 57 sowie der Neubau einer Rheinquerung bei Köln-Godorf erlauben keine Verzögerung mehr, so Grigat. Es sei entscheidend, dass die bereits bereitgestellten Milliarden des Bundesverkehrswegeplans mit Hochdruck ‚auf die Straße‘ gebracht werden. Andernfalls könnte das ansonsten positive Image des Landes und das Investitionsklima für die heimische chemische Industrie auf Dauer Schaden nehmen.
Currenta macht Dampf
Zehn Flammrohrkessel, jeder über 100 Tonnen schwer, und darüber thronen die drei 40 Meter hohen Schornsteine des neuen Kesselhauses M 75. Bereits im Januar 2016 wurde hier Richtfest gefeiert, weitere Arbeiten laufen. Die beeindruckend großen Anlagenteile werden zukünftig maßgeblich zur sicheren, modernen und ressourcenschonenden Dampfversorgung des Chempark Dormagen beitragen.
Hinzu kommt ein weiterer neuer Kessel, der im Juni 2016 in das Gebäude B 735 eingehoben wurde und zukünftig bis zu 40 Tonnen Hochdruckdampf pro Stunde liefern kann. Bereits seit zwei Jahren arbeiten die Energie-Experten von Currenta an diesem wichtigen Projekt, für das ein zweistelliger Millionen-Euro-Betrag investiert wird. Die neuen Anlagen sollen die Dampfbesicherung für die Produktionsbetriebe übernehmen, wenn das von RWE im Chempark betriebene Gas-und-Dampf-Kraftwerk nicht in Betrieb ist.
Die neuen Currenta-Kessel werden mit Erdgas betrieben – das ist der effizienteste und emissionsärmste fossile Brennstoff, der außerdem die beste Regelbarkeit, also ein bedarfsgerecht schnelles An- und Abfahren der Dampfproduktion, ermöglicht.
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