Bilanz 2014

Boehringer Ingelheim investiert kräftig in Zukunft und stellt Weichen für Wachstum

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USA, Japan und Deutschland die drei wichtigsten Absatzmärkte

Die drei wichtigsten Märkte USA, Japan und Deutschland standen 2014 für rund 55 Prozent des Gesamtumsatzes von Boehringer Ingelheim. So erwirtschaftete das Unternehmen in Deutschland rund 912 Millionen Euro Umsatz. In Japan lag der Umsatz 2014 bei rund 1,7 Milliarden Euro und in den USA bei rund 4,6 Milliarden Euro.

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Pharmageschäft in Deutschland durch politische Rahmenbedingungen weiter erschwert

Obwohl Boehringer Ingelheim inzwischen mehr als 90 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland erwirtschaftet, ist Deutschland nach wie vor zentraler Standort des Unternehmens. So arbeiten in Deutschland 31 Prozent der Beschäftigten, Boehringer Ingelheim tätigt hier 35 Prozent der weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und 44 Prozent der Gesamtinvestitionen.

„Ärgerlich ist, dass ‚Made in Germany‘ nicht ‚Used in Germany‘ bedeutet“, sagte von Baumbach. Anders als in anderen Ländern sind die Präparate zur Behandlung von Typ-2-Diabetes Trajenta und Jentadueto in Deutschland nicht auf dem Markt, und auch Empagliflozin unter dem Markennamen Jardiance hat keinen Zusatznutzen zugesprochen bekommen. „Allein in Deutschland will man den Zusatznutzen dieser Medikamente nicht anerkennen. Diese Entwicklungen koppeln Patienten in Deutschland vom Fortschritt ab. Sie machen es für forschende Pharmaunternehmen zunehmend schwieriger, in Deutschland ein erfolgreiches Geschäft zu betreiben.“

Ausblick 2015

Angesichts der zahlreichen Veränderungen in den Gesundheitssystemen zeichnen sich für die Pharmabranche keine wesentlichen Wachstumsimpulse ab. „Boehringer Ingelheim befindet sich aber aus unserer Sicht in einer guten Position für künftiges Wachstum“, sagte Andreas Barner. „Wir planen trotz des schwierigen Marktumfeldes im Jahr 2015 eine moderate Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr.“

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