Geschäftsmodelle in der Chemiebranche „Blinder Aktivismus ist keine Lösung“

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Strategisch Planen will gelernt sein und die aktuelle Publikation der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner soll Chemieunternehmen dabei helfen. Dabei spielen der Wertewandel in der Chemiebranche, aber auch bei Käufern und Verkäufern eine ebenso große Rolle wie die Einbeziehung aller Mitarbeiter in die Unternehmensstrategie.

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Die aktuelle W&P Broschüre "Management von Geschäftsmodellen in der Chemischen Industrie" erhalten Sie auf Anfrage bei der Unternehmensberatung.
Die aktuelle W&P Broschüre "Management von Geschäftsmodellen in der Chemischen Industrie" erhalten Sie auf Anfrage bei der Unternehmensberatung.
(Bild: BASF)

München – Die weitverzweigte deutsche Chemieindustrie hat derzeit einen gemeinsamen Nenner: Die Unvorhersehbarkeit. Volatile Konjunkturzyklen, steigende Rohstoffpreise, unsichere Entwicklungen in der Binnennachfrage sowie politische und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in traditionellen Abnehmer- und Exportmärkten setzen die Branche unter Druck.

Die Konsequenz: Strategische Planung ins Blaue hinein? Ganz im Gegenteil. Für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung muss das Geschäftsmodell auf die Höhe der Zeit gebracht werden - robust gegen externe, nicht zu beeinflussende Schwankungen, zukunftsfähig und profitabel. Zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen sollten aktuelle Trends als Differenzierungsmerkmale genutzt und in das Geschäftsmodell integriert werden.

Konkret bedeutet das: Wertschöpfung, Marktauftritt, Finanzierung aber auch Unternehmensorganisation und -kultur müssen auf den Prüfstand – denn nur so findet sich ein Weg aus der Unvorhersehbarkeit. Einen genauen Fahrplan liefert die aktuelle Publikation “Management von Geschäftsmodellen in der Chemischen Industrie“ von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P).

Wertewandel der Chemiebranche in Bezug auf Nachhaltigkeit

Die Chemiewirtschaft in Deutschland ist seit jeher stark wachstumsorientiert. Im Jahr 2011 lag der Gesamtumsatz bei satten 184 Milliarden Euro. Aber: 2012 erfüllten sich die Erwartungen an Deutschlands drittgrößte Branche nicht mehr. Die Produktion sank, der Umsatz stagnierte.

Und 2013? Die Prognose ist ungewiss. Gewiss hingegen ist, dass die Spielregeln des Marktes einem rasanten Wandel unterliegen und einen starken Veränderungsdruck mit sich bringen. Steigende Anforderungen in der Umsetzung gesetzlicher Vorschriften, als bestes Beispiel sei Reach genannt, ein Wertewandel bei Verbrauchern und B2B-Einkäufern in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte sowie die Herausforderungen des Industriestandorts Deutschland als Hochkostenland werfen viele zusätzliche Fragen auf:

Wie bekommt man die massiven formalistischen und finanziellen Belastungen im internationalen Wettbewerb in den Griff? Und wie geht man mit Themen wie der der Reduzierung des CO2-Footprints, Erhöhung der Energieeffizienz, Verminderung des Primärrohstoff-Verbrauchs zugunsten von Rezyklatverarbeitung, Wasser als Ressource oder der zunehmenden Urbanisierung um? Und: Welche „echten“ Innovationen schaffen in diesem Zusammenhang Wettbewerbsvorteile, die einen Ausweg aus der Kostenschere zwischen sinkenden Verkaufspreisen bei gleichzeitigen Kostennachteilen in der Fertigung bedeuten?

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