Industriedienstleistung Bilfinger glaubt an ein gutes Jahr 2025

Von Anke Geipel-Kern 2 min Lesedauer

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Trotz politischer Unsicherheit und der amerikanischen Zollpolitik ist Industriedienstleister Bilfinger mit dem ersten Quartal 2025 zufrieden. Das Führungs-Duo ist überzeugt von der Richtigkeit seiner Strategie.

Bilfinger CEO  Thomas Schulz und Finanzvorstand Matti Jäkel((c) Wolfgang Stahr)
Bilfinger CEO Thomas Schulz und Finanzvorstand Matti Jäkel
((c) Wolfgang Stahr)

Das Timing hätte für Industriedienstleister Bilfinger nicht besser sein können. Pünktlich zur Veröffentlichung des ersten Quartalbericht 2025 hat die Rating-Agentur S&P Global Ratings das Emittenten-Rating des internationalen Industriedienstleisters Bilfinger um eine Stufe auf BBB- mit stabilem Ausblick angehoben. Für Finanzchef Matti Jäkel zeigt das den Erfolg der Bilfinger-Strategie, die zum Ziel hat, sich als bevorzugter Lösungspartner der Prozessindustrie zu positionieren und Unternehmen zu unterstützen, Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern.

Trotz des volatilen Umfelds sei der Start ins Jahr 2025 gelungen, erklärt CEO Thomas Schulz. Einen um elf Prozent höheren Auftragseingang als im letzten Quartal 2024 verzeichnet der Industriedienstleister, etwas weniger als erwartet. Kunden verhalten sich abwartend, sagt Schulz. Das gilt vor allem für Chemie und Petrochemie, auch, aber nicht nur in Deutschland. Der Umsatzanteil sei von 30 Prozent in 2024 auf 20 Prozent im ersten Quartal gesunken, während Pharma von zehn auf 15 Prozent gestiegen sei. Insgesamt zahlt sich die Diversifizierung auf Chemie, Energie, Öl&Gas, Pharma und angrenzende Industrien also offenbar aus.

Spannend für die Entwicklung von Bilfinger ist auch der Blick auf das Outsourcingpotenzial der Kernbranchen, das in allen anvisierten Industriebereichen gute Wachstumschancen verspricht, allerdings stagniert gerade die Nachfrage, außer in Pharma- und Biotech, wo Bilfinger über Bilfinger Life Science gut im Geschäft ist.

Mit der Marge ist das Führungsduo zufrieden. Über allem stehen die Mittelfristziele z.B. eine EBITA-Marge von sechs bis sieben Prozent, sagt Schulz, der keine Probleme sieht dieses Ziel zu erreichen. Das Effizienzprogramm sei in 2024 voll umgesetzt worden, sagt Finanzchef Jäkel. Dazu gehören schlankere Verwaltungsprozesse und das De-Risking bei Projekten. Hier gehe es vor allem darum, sich das Risikoprofil von Projekten anzuschauen und mit Blick auf die Marge zu bewerten und gegebenenfalls nach zu verhandeln.

Drei neue Aufträge hat Bilfinger im ersten Quartal eingefahren:

Das norwegische Biotech-Unternehmen Thor Medical plant gerade eine Anlage in der ein Krebsmedikament auf Basis des Alphastrahlers Thorium produziert werden soll. Hier unterstützt der Industriedienstleister bei Planung, Beschaffung und Projektmanagement.

Das Chemieunternehmen Vynova verlängerte den Rahmenvertrag mit Bilfinger. Hier geht es um Dienstleistungen in den Bereichen Instandhaltung, Mechanik, Apparatebau und Rohrleitungsbau.

Für ein Versorgungsunternehmen in Katar analysiert Bilfinger die Onshore- und Offshore-Aktivitäten und liefert eine strategische Roadmap zur Erreichung von Net Zero. Das Ziel sei, die Energieeffizienz der Öl- und Gasproduktion zu steigern und Kohlenstoffemissionen zu reduzieren.

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