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E+H-Bilanz 2016

Bei Endress+Hauser stagniert Umsatz, aber nicht Zuversicht und Innovationskraft

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Positiv dagegen zeigte sich die Entwicklung in den zyklischen Branchen wie der Lebensmittelindustrie, den Life Sciences sowie im Wasser-/Abwasserbereich. Altendorfs Resümee: „Die breite Aufstellung an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen in den sieben Anwenderbranchen hat einmal mehr geholfen, die Abweichungen auszugleichen“.

Solide Profitabilität trotz sinkender Margen

Die Veränderungen am Markt und im Geschäft machten sich in höherem Preisdruck und sinkenden Margen bemerkbar. Sondereffekte und einmalige Abschreibungen belasteten zusätzlich das Betriebsergebnis, das um 14,2 % auf 215,5 Millionen Euro nachgab. Trotz höherer Kosten für die Fremdwährungsabsicherung ging das Ergebnis vor Steuern (EBT) weniger stark um 7,2 % auf 217,3 Millionen Euro zurück. Infolge einer etwas besseren Steuerquote sank das Ergebnis nach Steuern lediglich um 6,8 % auf 153,5 Millionen Euro.

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Die Umsatzrendite gab um 0,7 Punkte auf 10,2 % nach. „Das erfüllt nicht unsere Ansprüche, aber für unsere Branche ist das immer noch ein guter Wert“, betonte Chief Financial Officer Dr. Luc Schultheiss bei der Präsentation der Geschäftszahlen. Die Produktivität – definiert als Nettowertschöpfung im Verhältnis zum Personalaufwand – sank von 1,30 auf 1,26. Auch hier verfehle das Unternehmen den strategischen Zielwert, bewege sich aber weiter „auf gutem Niveau“, so der CFO.

Die Eigenkapitalquote fiel aufgrund ungünstiger Zins- und Währungseffekte leicht um 0,8 Punkte auf 72,2 %. Dennoch sei die Endress+Hauser Gruppe nach wie vor solide finanziert. Flüssigen Mitteln von 454,4 Millionen Euro stehen Bankdarlehen von lediglich 7,4 Millionen Euro gegenüber. „Damit stellen wir sicher, dass wir nicht auf fremde Geldgeber angewiesen sind“, sagte Schultheiss.

8 % des Umsatzes fließen in F&E

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben bei den Schweizern im vergangenen Jahr fast 8 % des Umsatzes erreicht. 273 Erfindungen, die 2016 zum Patent angemeldet wurden, lassen die Zahl der aktiven Patente auf mehr als 7000 ansteigen. Trotz des Rückgangs im konsolidierten Umsatz hat das Unternehmen die Beschäftigungszahlen insgesamt leicht gesteigert. Derzeit beschäftigen die Spezialisten für Mess- und Automatisierungstechnik weltweit knapp über 13.000 Mitarbeiter, etwa 50 Mitarbeiter mehr als im Jahr zuvor, obwohl man sich von der Optics-Sparte bei Analytik Jena getrennt hat.

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