Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Acht Millionen Euro aus EU-Fonds für Pharmaforschung in Nordost

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01.08.2025

Leverkusen (dpa) *08:13 Uhr – Bayer legt Milliardensumme für US-Rechtsstreitigkeiten auf die Seite

Bayer muss für die schon milliardenteuren US-Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat und PCB noch mehr Geld auf die Seite legen. Insgesamt spricht das Unternehmen in einer Mitteilung aus der Nacht zum Freitag von Rückstellungen und Verbindlichkeiten von 1,7 Milliarden Euro, rund 1,2 Milliarden für Glyphosat und 530 Millionen für PCB.

Der Dax-Konzern begründete das mit einem Berufungsurteil in einem Glyphosat-Prozess, das negativ für Bayer ausfiel, sowie mit Anwaltskosten. Mit Blick auf die PCB-Streitfälle verwies das Unternehmen auf die Beilegung des Falls Burke sowie weitere mögliche Vergleiche mit Klägern.

Bayer legte in diesem Zuge auch Eckdaten für das zweite Quartal vor und hob den Jahresausblick für den um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatz sowie operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) an. Die Pharmasparte habe sich im ersten Halbjahr besser entwickelt als erwartet, hieß es.

Die Glyphosat-Klagen hatte sich Bayer durch die über 60 Milliarden Dollar teure Monsanto-Übernahme 2018 ins Haus geholt. Die Klagewelle hat den Konzern bereits Milliarden Euro gekostet. Streit gibt es unter anderem darüber, ob Glyphosat krebserregend sein könnte. Zudem stehen Gefahren für die Umwelt im Raum.

Essen (dpa) *07:55 Uhr – Auch Evonik wird vorsichtiger für 2025

Der Essener Chemiekonzern Evonik blickt in einem von der US-Zollpolitik sowie Wirtschaftsproblemen Chinas geprägten Umfeld vorsichtiger auf 2025. «Das zweite Quartal war geprägt von schwacher Nachfrage und hoher Verunsicherung», sagte Konzern-Chef Christian Kullmann bei der Vorlage der Zahlen fürs zweite Quartal. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht er 2025 nun am unteren Ende der Prognosespanne von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro – aber auch nur, wenn sich die globale Konjunktur nicht weiter abschwäche.

Nach Prognosesenkungen durch andere Chemiekonzerne wie BASF und Covestro überrascht das kaum. Analysten erwarteten zuletzt denn auch lediglich ein operatives Ergebnis von knapp mehr als 2 Milliarden Euro, was etwas weniger wäre als 2024. Im zweiten Quartal erzielte Evonik bei einem Umsatzrückgang um elf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 509 Millionen Euro. Das sind zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr. Unter dem Strich verdiente der Essener Konzern 120 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr wegen Rückstellungen für das laufende Sparprogramm ein Verlust von 5 Millionen Euro angefallen war.

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