Polycarbonat-Produktion Bayer investiert 90 Millionen Euro in Polycarbonat-Produktion in Uerdingen

Redakteur: Marion Henig

Bayer MaterialScience will die Produktion von Polycarbonat am Standort Krefeld-Uerdingen stark ausbauen. In Summe will das Unternehmen rund 90 Millionen Euro in das Projekt investieren.

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Produktionsvorstand Dr. Tony Van Osselaer: "Um die steigende Nachfrage allein in Europa bedienen zu können, brauchen wir eine wettbewerbsfähige Produktionsanlage im World-Scale-Format. Diese schaffen wir mit dem Ausbau in Uerdingen." (Bayer MaterialScience)
Produktionsvorstand Dr. Tony Van Osselaer: "Um die steigende Nachfrage allein in Europa bedienen zu können, brauchen wir eine wettbewerbsfähige Produktionsanlage im World-Scale-Format. Diese schaffen wir mit dem Ausbau in Uerdingen." (Bayer MaterialScience)

Krefeld-Uerdingen – Die aktuelle Nennkapazität beträgt 330.000 Jahrestonnen, in den kommenden vier Jahren will Bayer die aktuelle Polycarbonat-Kapazität in Krefeld-Uerdingen schrittweise auf 400.000 Tonnen pro Jahr anheben. „Der Bedarf an Polycarbonat wächst weltweit erheblich. Die höchsten Zuwachsraten sehen wir in der Region Asien/Pazifik, und dort besonders in China. Aber auch in Europa rechnen wir mit einem weiterhin steigenden Bedarf an Polycarbonat. Hier gehen wir langfristig von einem jährlichen Wachstum von fünf Prozent aus“, begründet Dr. Günter Hilken, Leiter Polycarbonates bei Bayer MaterialScience, die geplante Investition von rund 90 Millionen Euro. „Um die steigende Nachfrage allein in Europa bedienen zu können, brauchen wir eine wettbewerbsfähige Produktionsanlage im World-Scale-Format. Diese schaffen wir mit dem Ausbau in Uerdingen“, betont Produktionsvorstand Dr. Tony Van Osselaer.

Chlorproduktion wird weiter optimiert

Die Steigerung der Produktion auf World-Scale-Format erfordere laut Unternehmensaussage eine abgestimmte Sicherung der Rohstoffversorgung – im Wesentlichen bei Phenol, Chlor und Kohlenmonoxid. Die Chlor-Produktion in Uerdingen soll daher weiter optimiert werden. Dazu werden der Anlagenteil, der Chlor noch mithilfe des Quecksilberverfahrens produziert, 2012 abgestellt und neue Chlorkapazitäten auf Basis des Membranverfahrens errichtet. Der Stromverbrauch werde damit um rund 30 Prozent verringert. Außerdem soll in Uerdingen die erste großtechnische Anlage gebaut werden, in der die Sauerstoff-Verzehr-Kathoden-Technologie zum Einsatz kommt. Dieses Verfahren erzielt im Vergleich zum Membranverfahren eine weitere Energieersparnis um bis zu 30 Prozent.

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