Gewinnrückgang, Stellenabbau und Sanierungspläne Tiefrote Bilanz, harte Einschnitte: Bayer hofft auf Besserung ab 2026

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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2024 lief es für den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer nicht so gut. Auch im laufenden Jahr bleibt es schwierig. 2026 soll es aber besser werden.

Bayer-CEO Bill Anderson bei der Bilanz-Pressekonferenz 2025 in Leverkusen.(Bild:  Bayer)
Bayer-CEO Bill Anderson bei der Bilanz-Pressekonferenz 2025 in Leverkusen.
(Bild: Bayer)

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer steht nach einem erneuten Gewinnrückgang 2024 vor einem abermals schwierigen Jahr. Das operative Ergebnis dürfte erneut sinken. Bayer-Chef Bill Anderson hofft allerdings, den Konzern bald aus der Misere führen zu können.

Ab 2026 soll es auch dank eines fortschreitenden Umbaus wieder besser laufen. Zudem wurde ein mehrjähriges Programm angestoßen, um im Agrargeschäft das Ruder herumzureißen. Bei den US-Glyphosat- und PCB-Rechtsstreitigkeiten hofft Anderson weiterhin auf eine Eindämmung der Risiken.

Konzernweit sackte der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2024 unter anderem durch Preisrückgänge im Pflanzenschutzgeschäft und Währungseinflüsse um 13,5 % auf 10,1 Milliarden Euro.

Unter dem Strich schrieb Bayer wegen abermaliger Wertberichtigungen im Agrargeschäft mit minus 2,55 Milliarden Euro erneut tiefrote Zahlen. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen Fehlbetrag von 2,94 Milliarden verbucht. Der Umsatz ging 2024 um 2,2 % auf 46,6 Milliarden Euro zurück.

Für 2025 peilt Bayer wechselkursbereinigt einen Umsatz von 45 Milliarden bis 47 Milliarden Euro an. Beim bereinigten Ebitda inklusive Währungseffekten rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang auf 9,3 Milliarden bis 9,8 Milliarden Euro.

Aktionäre sollen erneut elf Cent je Aktie erhalten

Wegen der hohen Schulden hatte der Konzern Anfang 2024 angekündigt, für drei Jahre nur die vorgeschriebene Mindestdividende zu zahlen. Für 2024 bedeutet dies erneut elf Cent je Aktie.

Entlastungen sollen fortgesetzte Kostensenkungen durch den Umbau im Management liefern. Das Programm soll 2025 Einsparungen von zusätzlich 800 Millionen Euro bringen, nachdem Bayer im vergangenen Jahr bereits die Ausgaben um 500 Millionen Euro gekürzt hatte.

In dem von Anderson eingeführten Modell bekommen Mitarbeiter etwa in Forschung, Produktion und Vertrieb mehr Eigenverantwortung und Handlungsfreiheit, weniger Manager sind notwendig.

2024 fiel die Mitarbeiterzahl denn auch deutlich. Per Ende 2024 beschäftigte Bayer auf Vollzeitstellen umgerechnet noch gut 92.800 Menschen. Ein Jahr zuvor waren es fast 100.000.

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