World-Scale-Anlage BASF und Yara bauen Ammoniakanlage in USA

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Yara und BASF haben den ersten Spatenstich für den Bau einer World-Scale-Ammoniakanlage am BASF-Standort in Freeport im US-Bundesstaat Texas gesetzt. Die gesamten Investitionskosten für die Anlage – die voraussichtlich 2017 in Betrieb gehen wird – belaufen sich auf rund 600 Millionen US-Dollar.

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Spatenstich in Freeport: Dirk Reinelt, Vizepräsident des Senior Project Shale Gas der BASF Corporation, Wayne T. Smith, Vorsitzender und CEO der BASF Corporation, Torgeir Kvidal, CEO von Yara International, Stefano Pigozzi, President Monomers der BASF Corporation und Chris Witte, Vizepräsident und General Manager des Freeport-Standorts der BASF Corporation (v.l.n.r.).
Spatenstich in Freeport: Dirk Reinelt, Vizepräsident des Senior Project Shale Gas der BASF Corporation, Wayne T. Smith, Vorsitzender und CEO der BASF Corporation, Torgeir Kvidal, CEO von Yara International, Stefano Pigozzi, President Monomers der BASF Corporation und Chris Witte, Vizepräsident und General Manager des Freeport-Standorts der BASF Corporation (v.l.n.r.).
(Bild: BASF)

Oslo/Norwegen, Florham Park/USA – Die Anlage wird eine Kapazität von etwa 750 000 t/a haben. Yara wird 68 % und BASF 32 % der Ammoniakanlage besitzen. Die Partner werden Ammoniak entsprechend ihrem Anteil an der Anlage beziehen. BASF wird ihren Anteil am produzierten Ammoniak verwenden, um Caprolactam herzustellen – ein wichtiges Vorprodukt bei der Herstellung von Polyamid für Teppiche, Textilien, Folien, Monofilamente, Draht und Kabel. Yara wird seinen Anteil am Ammoniak an gewerbliche Kunden in Nordamerika verkaufen und den Agrarsektor beliefern.

Yara wird zusätzlich einen Ammoniaktank am BASF-Terminal bauen. Zudem wird BASF ihr bestehendes Terminal und ihre Pipelines für den Export von Ammoniak aus der neuen Anlage erweitern. „BASF investiert derzeit viel in Nordamerika“, sagte Wayne T. Smith, Vorsitzender & CEO der BASF Corporation und Mitglied des Vorstands der BASF. „Durch die gemeinsame Investition mit Yara profitieren wir von der Produktion im World-Scale-Maßstab und von den attraktiven Rohstoffkosten in den Vereinigten Staaten.“

Die Wasserstofftechnologie, die in der Anlage zum Einsatz kommt, senkt die Kapital- und Instandhaltungskosten im Vergleich zu einer herkömmlichen, erdgasbasierten Ammoniakanlage. Mit dem Industriegasehersteller Praxair wurde ein langfristiger Liefervertrag für Stickstoff und Wasserstoff unterschrieben. Die Bezugspreise für diese beiden Rohstoffe sind an die vorteilhaften Preise für Erdgas an der US-Golfküste gekoppelt.

KBR übernimmt Bau der Ammoniakanlage

Die technische Planung, Beschaffung und den Bau der Anlage übernimmt KBR. Die Anlage wird voraussichtlich bis Ende 2017 fertiggestellt. Yara wird den Bau der Anlage koordinieren, während BASF die Anlage betreiben wird. In der Hochphase des Projekts werden bis zu 550 Jobs geschaffen werden.

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