World-Scale-Ammoniakanlage BASF und Yara bauen Ammoniakanlage in den USA

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Yara International und die BASF-Gruppe haben den Bau einer World-Scale-Ammoniakanlage am Standort Freeport in Texas beschlossen. Die Anlage wird Wasserstoff als Rohstoff nutzen, wodurch die Investitions- und Instandhaltungskosten sowie die Kohlendioxid-Emissionen deutlich sinken sollen.

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Am Verbundstandort Freeport,Texas, soll eine neue Ammoniakanlage entstehen.
Am Verbundstandort Freeport,Texas, soll eine neue Ammoniakanlage entstehen.
(Bild: BASF)

Oslo/Norwegen – Yara wird 68 % und BASF 32 % der Ammoniakanlage am BASF-Standort in Freeport besitzen. Die Anlage soll eine Kapazität von etwa 750.000 t/a haben. Die Partner werden Ammoniak entsprechend ihrem Anteil an der Anlage beziehen. Die gesamten Investitionskosten für die Anlage belaufen sich auf rund 600 Millionen Dollar, so die Unternehmen. Das Norwegische Chemieunternehmen wird zusätzlich einen Ammoniaktank am BASF-Terminal bauen und dadurch insgesamt 490 Millionen Dollar investieren. Die Ludwigshafener wollen zusätzlich ihr bestehendes Terminal und ihre Pipelines erweitern.

Die Wasserstofftechnologie senke die Investitions- und Instandhaltungskosten im Vergleich zu einer herkömmlichen, auf Erdgas basierenden, Ammoniakanlage deutlich. Die Technologie ermögliche auch niedrigere Kohlendioxid-Emissionen.

Günstiges Gas in den USA

Mit Praxair, dem größten Industriegashersteller in Nordamerika, wurde ein langfristiger Liefervertrag für Stickstoff und Wasserstoff unterschrieben. Die Bezugspreise für diese beiden Rohstoffe sind an die vorteilhaften Preise für Erdgas an der US-Golfküste gekoppelt.

Mit KBR wurde zu einem Festpreis ein Vertrag zur schlüsselfertigen Übergabe geschlossen, der die technische Planung, Beschaffung und den Bau der Anlage umfasst. Die Anlage wird voraussichtlich bis Ende 2017 fertiggestellt. Yara wird den Bau der Anlage koordinieren, während BASF die Anlage und das Exportterminal betreiben wird.

Dieses und rund 3500 weitere Anlagenbauprojekte finden Sie in der Datenbank für Großanlagenbau GROAB.

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