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Unternehmensausrichtung

BASF präsentiert neue Strategie und setzt auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung

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Wo immer sinnvoll, wird den Geschäftseinheiten mehr Entscheidungsbefugnis übertragen. Engel: „Es werden mehr unternehmerische Freiheiten geschaffen, aber auch klare Verantwortlichkeiten zugewiesen.“ Das Unternehmen verbessere damit die Effektivität von Geschäftseinheiten und folglich auch die Kundenzufriedenheit. Um sicherzustellen, dass der Konzern seine Marktchancen in allen Ländern nutzt, sollen die Modelle für die Markterschließung erweitert werden. Die Unternehmensbereiche werden künftig festlegen, welche lokalen Märkte als Schwerpunktmärkte direkt betreut werden – und in welchen sie ihre Geschäftstätigkeiten an die jeweiligen Landes-Organisationen übergeben. Zudem hat BASF eine Task Force zur Prozessvereinfachung eingerichtet, die sich darauf konzentriert, Schlüsselprozesse weniger kompliziert zu gestalten. Prozesse sollen vereinfacht und verkürzt werden und schnellere Entscheidungen ermöglichen.

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Führender Anlagenbetreiber sein

Operational Excellence, also der bestmögliche Betrieb von Anlagen, sei immer eine der entscheidenden Stärken von BASF gewesen. „Unsere Kunden erwarten von uns, dass wir Produkte nach Maß und rechtzeitig liefern“, sagte Engel. „Dazu müssen wir unsere Produktion sicher, effizient und zuverlässig betreiben.“ Das Unternehmen will die Zuverlässigkeit ihrer Anlagen erhöhen und die Flexibilität verbessern. Deshalb hat der Konzern das Budget zur Steigerung der Operational Excellence auf jährlich 400 Millionen Euro erhöht. Dieser Betrag liege deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Digitale Lösungen unternehmensweit einsetzen

Mit der Digitalisierung eröffnen sich für den gesamten Lebenszyklus der Anlagen ungeahnte Möglichkeiten. Beispielsweise lassen sich unterschiedliche Prozesse oder Investitionsideen mit geringem Kostenaufwand auf Computern simulieren. Mitarbeiter werden bereits jetzt durch Augmented-Reality-Lösungen im Betriebsalltag unterstützt. Bis 2022 möchte das Chemieunternehmen die Prozesse in mehr als 350 ihrer Anlagen weltweit digitalisieren.

Digitalisierung soll fest im Geschäft verankert werden. Der Konzern will damit neuen Wert für ihre Kunden schaffen, ihr Geschäft ausbauen und ihre Effizienz durch Digitalisierung steigern. In der Forschung werde dadurch auch die Kreativität erhöht, nicht zuletzt durch eine noch intensivere Nutzung des Supercomputers Quriosity. Um die vorhandenen Daten bestmöglich verwerten zu können, will das Unternehmen die Datenverfügbarkeit und -qualität verbessern, die erforderliche Infrastruktur zur Vernetzung ihrer Backend-Systeme aufbauen und bestehende Daten in Entscheidungsprozessen nutzen. BASF will in Sachen Digitalisierung an Geschwindigkeit, Wirkung und Reichweite gewinnen und damit in der chemischen Industrie einen Schritt voraus sein.

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