Bestechungsaffäre bei BASF BASF-Mitarbeiter aufgrund Korruptionsverdacht freigestellt

Redakteur: Marion Henig

Am Dienstag sind die Arbeitsplätze zweier BASF-Mitarbeiter von Polizeiermittlern durchsucht worden. Sie stehen im Verdacht, in die im Januar bekannt gewordene Bestechungsaffäre verstrickt zu sein. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ermittelt, die BASF will die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen voll unterstützen.

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Ludwigshafen – Wie bereits im Januar bekannt wurde, soll ein Unternehmen aus Südhessen BASF-Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum bestochen haben. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, ermittle die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern derzeit gegen insgesamt 23 Beschuldigte bei beiden Unternehmen.

Wie ein Sprecher der BASF mitteilt, war bereits im vergangenen Jahr der Verdacht aufgekommen, dass Verantwortliche eines Kontraktors BASF-Mitarbeitern über einen längeren Zeitraum Sach- und Geldleistungen hatten zukommen lassen, um bei der Auftragsvergabe Vorteile zu erzielen. Zudem stehe fest, dass Leistungen des Kontraktors zum Schaden der BASF mehrfach abgerechnet worden waren.

Medienberichten zufolge habe das hessische Unternehmen bei der BASF in Ludwigshafen unter anderem Gerüstmontage- und Rohrleitungsarbeiten ausgeführt.

Die von der BASF bis zum Sommer ermittelte Schadenshöhe liegt bei 1,5 Millionen Euro. Alle Unterlagen seien laut Unternehmenssprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern zur Verfügung gestellt worden, bei der die strafrechtlichen Ermittlungen gebündelt werden. Sechs BASF-Mitarbeiter wurden bereits fristlos entlassen, die zwei Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze am Dienstag, 7. September, von der Polizei durchsucht wurden, seien umgehend freigestellt worden.

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