Update: Brand im Werksteil Nord der BASF BASF hebt „Force Majeure“ für Citral nach Chemieunfall auf
BASF hat angekündigt, die „Force Majeure“ für citral-basierte Aromachemikalien sowie für Vitamin A- und Vitamin E-Produkte für die Human- und Tierernährung aufzuheben. Im Werksteil Nord der BASF in Ludwigshafen kam es am 12. März zu einem Brand in einer Citral-Anlage mit kurzzeitigem Feuerschein. Ein technischer Defekt verursachte den Chemieunfall, bei dem Methylbutenal austrat.
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Ludwigshafen – Wegen der Folgen eines Brandes am 12. März in der Citral-Anlage der BASF in Ludwigshafen musste die betroffene Produktionsanlage außer Betrieb gesetzt werden. Das Unternehmen rechnete mit Lieferschwierigkeiten und war daraufhin gezwungen, „Force Majeure“ für citral-basierte Aromachemikalien sowie Vitamin A- und Vitamin E-Produkte zu erklären. Mit einer solchen Erklärung können Unternehmen auf höhere Gewalt bei einem Anlagenschaden verweisen und so einen Rücktritt von Lieferverträgen rechtfertigen.
BASF war in der Lage, sich erfolgreich an den am 19. März 2014 angekündigten vierwöchigen Stillstand der Anlage zu halten. Während dieser Phase bemühte sich das Unternehmen darum, die Auswirkungen der Situation für ihre Kunden möglichst gering zu halten, Vertriebsteams informierten diese kontinuierlich über die Entwicklung der Situation. Die Lieferung der betroffenen Produkte wird sich folglich – unter Berücksichtigung der Lieferzeiten und der jeweiligen Lagerbestände – normalisieren.
Rückblick
Bei dem Chemieunfall in Ludwigshafen im Werksteil Nord der BASF trat gegen 21:30 Uhr bei einer Leckage Methylbutenal aus und entzündete sich. Die BASF-Werksfeuerwerhr war mit einem Turbolöscher vor Ort und löschte den Brand. Es wurde niemand verletzt. Wie eine Sprecherin mitteilte, bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für das Umfeld. Umweltmessungen wurden innerhalb und außerhalb des Werksgeländes durchgeführt. Im Nahbereich des betroffenen Betriebs konnte ein Brandgeruch festgestellt werden.
In der Anlage wird Methylbutenal hergestellt. Das Vorprodukt zur Herstellung der Aromachemikalie Citral verursacht u.a. schwere Verätzungen der Haut, ist giftig beim Einatmen und gesundheitsschädlich beim Verschlucken.
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