Leitsysteme

Anwenderfreundliche Leitsysteme: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

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Transparenz vonnöten

Das Thema Durchgängigkeit ist demnach bei allen Herstellern ein Thema. „Die Leittechnik ist besonders beim Zusammenwachsen der klassischen Leittechnik und der MES-Funktionalität, der Durchgängigkeit von EMSR und Informationen sowie für Historisierung und Rückverfolgbarkeit gefordert“, so Norbert Nohr, Sales Manager Process Automation bei Rockwell Automation. „Werks- und anlagenübergreifende Systeme sind vor allem unter den Aspekten Transparenz, Durchgängigkeit und Reduzierung von Schnittstellen umzusetzen und stattdessen Layer zu den verschiedenen Systemen einzusetzen.“

Aber ist eine Durchgängigkeit vom Planungs- ins Engineering-Tool realistisch? „Dies ist sicher wünschenswert“, so Kilian, verweist aber auf die Wirklichkeit. „Schaut man sich die heterogene Landschaft der existierenden Planungstools an, kann die Antwort nur eine gut definierte Schnittstelle sein.“

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ABB beteiligt sich daher seit langem aktiv an der Ausgestaltung und Etablierung eines Standards. CAEX (Computer Aided Engineering Exchange), gemeinsam mit der RWTH Aachen entwickelt, wurde als Standard (IEC62424 ) im August 2008 gelistet.

Zusätzliche Herausforderungen

Nohr sieht die Schnelllebigkeit der Rechner im Hardware- wie im Softwarebereich, den Einsatz von Virtualisierung in der Produktion, aber auch konkurrierende Standards, z.B. FDT/DTM versus EDDL, als zusätzliche Herausforderung. Die Hersteller sind wie nie zuvor bei der Koppelfähigkeit unterschiedlicher Systeme und Migrationslösungen, beim Informations- und Wissensmanagement sowie bei Organisation und Verarbeitung dieser Informationen gefordert. „Letztendlich geht es darum, einfache, standardisierte Anlagen und Maschinen zu liefern, die es dem Anwender in Bezug auf Bedienung, Information, Wartung und Integration so leicht wie möglich machen“, fasst Nohr zusammen.

Selbst auf die Hardware wirken sich die gewaltigen Datenmengen aus. Leistungsfähigere Controller und Bussysteme sind die Folge: Mit dem neuen Release 5 von Centum VP, das nun Controller mit nochmals deutlich höherer Leistung unterstützt (siehe Seite 44), will Yokogawa dazu beitragen, die Verwaltung und Diagnose digitaler Anlagenkomponenten weiter zu verbessern und speziell die Effizienz von Wartung und Instandhaltung zu steigern. „So lassen sich zudem Effizienzreserven beim Anlagenbetrieb erschließen“, erklärt Elbert van der Bijl, IA Marketing Manager Systems bei Yokogawa.

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