Primärverpackungen für injizierbare Medikamente Anforderungen an Pharma-Primärverpackungen wie Ampullen und Gläser steigen

Redakteur: Marion Henig

Biopharmazeutika auf Proteinbasis spielen in der Pharmaforschung eine große Rolle, mit völlig neuen Wirkmechanismen kämpfen sie gegen Leiden wie Krebs oder Alzheimer an. Solche Wirkstoffe sind jedoch sensibel und teuer in der Herstellung zugleich. Das stellt neue Herausforderungen an die Geometrie und Reinheit von pharmazeutischen Primärverpackungen wie Gläser, Ampullen und vorfüllbare Spritzen.

Anbieter zum Thema

Dr. Jürgen Sackhoff, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Pharmaceutical Systems der Schott AG: "Kein Pharmaverpackungsunternehmen ist so global aufgestellt wie Schott." (Bild: M.Henig/PROCESS)
Dr. Jürgen Sackhoff, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Pharmaceutical Systems der Schott AG: "Kein Pharmaverpackungsunternehmen ist so global aufgestellt wie Schott." (Bild: M.Henig/PROCESS)

Bevor ein injizierbares Medikament verabreicht wird, wartet es in Gläschen, Ampullen, Karpulen oder vorgefüllten Spritzen aus Glas oder hochwertigem Kunststoff auf seinen Einsatz. Sind hochsensible Wirkstoffe wie Biopharmazeutika enthalten, ist ein besonderes Augenmerk auf die Primärverpackung geboten. Gerade in den hochentwickelten Pharma-Märkten wie Europa oder den Vereinigten Staaten sind daher innovative Verpackungslösungen gefragt.

Aber auch Pharmaunternehmen in den Pharmerging-Markets setzen zunehmen Qualitätsprodukte ein, und so produziert der Technologiekonzern Schott, einer der international tätigen Marktführer, jährlich sieben Milliarden Ampullen, Karpulen, Fläschchen und Spritzen aus Glas und Hochleistungs-Kunststoff an 15 Produktionsstandorten und 600 Produktionslinien weltweit.

Bedeutung der Spritze nimmt zu

Im Produktmix nimmt die Bedeutung der vorfüllbaren Spritzen zu, Schott erwartet in den kommenden Jahren ein Wachstum von acht bis zehn Prozent. Neuester Clou des Mainzer Unternehmens ist das sterile Spritzensystem Injentle für empfindlicher Medikamente: Dieses kommt während der Lagerung nicht mit dem Metall und der Verleimung der Nadel in Kontakt. Unerwünschte Wechselwirkungen werden so vermieden, die Medikamentenstabilität erhöht. Durch einen Sicherheitsverschluss können Ärzte oder Patienten erkennen, ob die Spritze noch ungeöffnet ist. Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der Geometrie des Glaskörpers kann im Glasformungsprozess komplett auf Wolfram verzichtet werden.

(ID:25270200)