Modulare Anlagen automatisieren ZVEI-Arbeitskreis legt Whitepaper zur Automatisierung modularer Anlagen vor
Modulare Anlagen sollen die Chemieproduktion flexibel und die Spezial- und Feinchemie fit für den internationalen Wettbewerb machen. Doch es klemmt bisher bei der Automatisierung. Ein Whitepaper des ZVEI-Arbeitskreises Modulare Automation stellt jetzt ein Konzept vor, das Schwung in die Sache bringen soll.
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Frankfurt am Main – In engem Austausch mit der Namur, Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie e.V., hat der ZVEI das White Paper „Modulbasierte Produktion in der Prozessindustrie – Auswirkungen auf die Automation im Umfeld von Industrie 4.0“ verfasst.
Das White Paper geht nach Aussagen des ZVEI auf die Anforderungen an die Automatisierung von modularen Anlagen ein und leitet daraus verschiedene Thesen ab. Im Kern empfiehlt der Arbeitskreis eine Kapselung der verfahrenstechnischen Funktionen der Module. Das soll für die Betreiber die Komplexität bei der Integration verringern und auf diese Weise Zeit bei Engineering, Inbetriebnahme und Instandhaltung sparen.
Modularer Anlagenbau
Was bremst die modulare Anlage?
Das White Paper ist die Antwort auf die von der Namur formulierte NE 148 und die darin vertretene Hypothese, die Architektur heutiger Leitsystemen sei für den Einsatz von Modulen wenig geeignet. In der Empfehlung geht es u.a. um die Anforderungen an die Automatisierungshersteller und der Wunsch nach einer standardisierten, herstellerunabhängigen Schnittstelle. Die Autoren stellen in der Einleitung klar, dass das Papier Anforderungen, Antworten und Perspektiven formuliert, aber auch technische oder wirtschaftliche Grenzen aufzeigen will.
Aus der Einleitung des White Papers geht außerdem hervor, dass das vorgelegte Dokument sich auf Leittechnik und Instrumentierung fokussiert. Vordefinierte standardisierte elektromechanische Module für Anlagenbau setzen die Autoren voraus.
„Anlagen mit modulbasierter Produktion brauchen intelligente und modulare Automatisierungstechnik. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Automatisierungstechnik“, sagt Axel Haller (ABB), Vorsitzender des ZVEI-Arbeitskreises Modulare Automation, dem 20 Mitgliedsunternehmen angehören. Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie bearbeitet diese Anforderungen derzeit gemeinsam mit der verfahrenstechnischen Industrie. „Mit bereits vorhandenen Technologien und Standards und mittelfristig zu erarbeitenden Konzepten für Industrie 4.0-Lösungen kann die Automatisierungsbranche die Anforderungen der Prozessindustrie umsetzen“, erklärt Haller.
Hier geht´s zum White Paper des ZVEI-Arbeitskreises
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