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Abwasserfreie Produktion

Zero Liquid Discharge – oder ist Minimal Liquid Discharge sinnvoller?

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Membran-Technologien für reduzierte Abwassermengen

Die beschriebenen Beispiele zeigen, dass die Reduktion der Abwassermengen selbst in Industriebereichen mit traditionell hohem Wasserverbrauch und bisweilen hoch belasteten Abwässern möglich ist, wenn man die richtigen Mittel einsetzt.

Am besten gelingt das, wenn man die strikten ZLD-Forderungen einschränkt und eine Minimum Liquid Discharge (MLD) akzeptiert, wie auch Lanxess ausführt: „Ionenaustausch und Umkehrosmose sind eine sinnvolle und effiziente Kombination zur Aufbereitung von Abwasser mit hoher organischer Belastung und hohem Salzgehalt“, erklärt Dr. Jens Lipnizki, Leiter Technisches Marketing Membrane, Business Unit Liquid Purification Technologies. Selbst mit Abwasser als Feed-Lösung könne durch den Einsatz eines UO-Systems gefolgt von einem Ionentauscher-Mischbett am Ende eine Wasserqualität erzielt werden, die als Kesselspeisewasser genutzt werden kann.

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Lipnizki unterscheidet dabei zwei Aufbereitungsmöglichkeiten für Prozesswasser: internes Recycling und die End-of-Pipe-Aufbereitung.

Das interne Recycling wird innerhalb der Anlagenprozesse durchgeführt. Dabei werden die Zusammensetzung und die Menge des Wassers analysiert, um eine so genannte Pinch-Point-Analyse zu erstellen. Bei dieser Analyse werden die Wasserqualität und Wassermenge für einen spezifischen Produktionsschritt ermittelt, und es wird entschieden, ob das Abwasser aus einem bestimmten Produktionsschritt als Prozesswasser für einen anderen Produktionsschritt verwendet werden kann.

Wenn dies nicht möglich ist, kann ein Aufbereitungsverfahren verwendet werden, um die Wasserqualität auf ein geeignetes Niveau zu bringen, damit das Wasser wiederverwendet werden kann – typischerweise sind das Membrantechnologien.

Wenn keine Aufbereitungsverfahren eingesetzt werden können, sei eine End-of-Pipe-Aufbereitungslösung in Betracht zu ziehen. Dabei wird das Prozessabwasser gesammelt und je nach Art der Verunreinigung in mechanischen, biologischen oder Filtrationsschritten so behandelt, dass die Wasserqualität ausreicht, um das Wasser in einem vorgelagerten Anlagenprozess nochmals zu verwenden.

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