Substratzerkleinerung Zerkleinertes gibt Gas in Biogasanlagen
Anbieter zum Thema

Biogasanlagen nutzen als Biomasse vor allem Energiepflanzen (NaWaRo = nachwachsende Rohstoffe), um durch einen mikrobiellen Abbau im Fermenter Methan als Energieträger zu gewinnen. In der Praxis arbeiten die Anlagen vor allem mit Mais, Gras, Roggen und Futterrüben. Die Gasausbeute des Vergärungsprozesses, die Betriebssicherheit und damit letztlich auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage hängen stark von der Art und der Beschaffenheit der verwendeten Substrat-Rohstoffe ab. Für eine möglichst effiziente Gaserzeugung muss dafür gesorgt werden, dass der Prozess im Fermenter so stabil wie möglich abläuft. Um das zu erreichen, ist es vorteilhaft, die Energiepflanzen zuvor aufzubereiten, wobei es das Ziel sein muss, eine auf das jeweilige Substrat bezogene, optimale Stückgröße zu erzielen. Im Fermenter wird dadurch der Abbauprozess durch die Mikroorganismen wesentlich beschleunigt und die Gesamteffizienz des Fermenters erhöht.
Dafür hat BHS-Sonthofen als langjährig erfahrener Zerkleinerungs-Spezialist den Biogrinder entwickelt. Er verfügt über einfach gestaltete, robuste Zerkleinerungswerkzeuge, die im Aufgabegut sehr hohe Scherkräfte einbringen und ein homogen zerkleinertes und flockig aufgefasertes Substrat mit großer Partikeloberfläche erzeugen. Auch Steine und Erdklumpen zerkleinert die Maschine klaglos.
Biogrinder ist robust
Das Aufgabegut wird mittig von oben einem schnell laufenden, sternförmigen Rotor zugeführt, der über außen flexibel gelagerte, massive Zerkleinerungswerkzeuge verfügt. Das Aufgabegut wird zentrifugal nach außen geschleudert und im Spalt zwischen den Werkzeugen und der feststehenden Ringpanzerung durch die hier auftretenden Scherkräfte intensiv beansprucht. Das zerkleinerte und zerfaserte Substrat verlässt die Maschine nach unten. Der Biogrinder arbeitet kontinuierlich, ist robust für eine lange Standzeit gebaut, einfach zu bedienen und wartungsfreundlich, so der Hersteller. Über die Rotordrehzahl und die Zahl der Zerkleinerungswerkzeuge wählt der Betreiber den Zerkleinerungsgrad und die Intensität der Beanspruchung.
Die Biogasanlage Engert in Rodheim (Bayern), seit 2005 mit einem 1000 m3-Fermenter in Betrieb, versorgt ein Blockheizkraftwerk (BHKW mit Gas-Otto-Motor) von 370 kW elektrischer und 430 kW thermischer Leistung. Einsatzstoffe sind Getreide- und Maiskörnerschrot, Maissilage, Rübenschnitzel, Rübensilage, Rindergülle, Schweinemist und Ganzpflanzensilage. Seit Mai 2011 ist hier ein Biogrinder von BHS installiert. Karlheinz Engert, Betreiber der Anlage: „Der Energieaufwand zum Zerkleinern der Biomasse wird mehr als kompensiert durch den geringeren Aufwand für die Pumpe und den Rührer.“ Laut Hersteller eignet sich der Einsatz des Biogrinders für Biogasanlagen mit einer Leistung von mehr als 200 kW.
(ID:34281180)