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Optimierung im laufenden Betrieb
Die Standardbibliothek Advanced Process Library (APL) wird mit vielen gehobenen Regelungsfunktionen für das Prozessleitsys-tem angeboten. Eine sinnvolle Ergänzung für industriespezifische Erweiterungen stellt die neu konzipierte Industry Library (IL) dar. Sie bietet Bausteinsymbole und Faceplates im Look & Feel der APL und trägt so zur harmonisierten Gesamtlösung leittechnischer Aufgaben als anwendungsspezifische Kombination von Standard- und industriespezifischen Automatisierungsanforderungen bei.
Eine gezielte Leistungssteigerung lässt sich bei zahlreichen Prozessen durch den Einsatz des Bausteins Prädiktiver Mehrgrößenregler erreichen. Für Version 8.0 wurde auch dessen Funktionsumfang nochmals erweitert. Eine integrierte statische Arbeitspunkt-Optimierung hilft dabei, wirtschaftlich optimale Arbeitspunkte nicht als exakte Sollwerte zu definieren, sondern sie innerhalb eines Toleranzbereichs zu halten.
Doch nicht nur die Kontrolle und der Zugriff auf aktuelle Prozessdaten bilden die Grundlage für Produktivitätssteigerungen, umweltgerechtere Produktion oder effizienteren Ressourceneinsatz. Historische Prozessdaten tragen ihren Teil zu diesen Optimierungen bei – sofern sie entsprechend aufgearbeitet und abrufbar im System hinterlegt sind. Mit Process Historian, dem Langzeitarchiv für Informationen wie Prozessvariablen und -alarme oder Chargendaten, ist in der aktuellen Version des Prozessleitsystems ein schneller Zugriff auf historische Anlagendaten möglich. OS-Single Stations, OS-Server und Simatic Batch lagern Daten in Echtzeit auf SQL-Server.
Große Datenmengen aufbereiten
Der Process Historian besteht aus zwei Komponenten, dem Process Historian (PH) selbst und dem Information Server (IS). Der Information Server stellt dem Anwender die archivierten Daten des PH wieder zur Verfügung. Dazu wird der Internet Information Service genutzt: Daten aus dem PH lassen sich auf Bürorechnern in Office- bzw. Web-Anwendungen ausgeben oder in konfigurierbare Berichtdateien einspielen.
Als Standard-Berichtsystem dient Microsoft Reporting Services. Selbst große Mengen von Prozessdaten können nun projektübergreifend aufbereitet und in Berichten dargestellt werden. So lässt sich der aktuelle Leistungsindex einer Anlage auch über mehrere PCS 7 Projekte hinweg anwenderspezifisch visualisieren.
Als weiteres Highlight zeichnet sich Simatic PDM (Process Device Manager), das universelle Werkzeug für Projektierung, Parametrierung, Inbetriebnahme, Diagnose und Wartung intelligenter Feldgeräte sowie Automatisierungskomponenten, in der aktuellen Version durch neu gestaltete Oberflächen für optimierte Usability, eine schlankere Architektur für verkürzte Zugriffszeiten und noch performanteres Handling aus.
Die Menüs und die Bedienoberfläche sind entsprechend der IEC-Normen gestaltet und strukturiert, Funktionen sind einfacher zu finden, individuelle Geräteinformationen wie Mess- und Grenzwerte werden dem Wartenpersonal übersichtlicher präsentiert – und der Aufruf aller Diagnosedaten erfolgt wesentlich schneller.
* Der Autor ist Marketing Manager Industrial Automation Systems, Siemens AG Industry Sector in Karlsruhe.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Alles über Simatic PCS 7
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