Wirkstoffpflaster Wirkstoffpflaster auf ihre Klebeeigenschaften testen
Die Haut ist das größte und am besten zu erreichende Organ des menschlichen Körpers. Darum nutzen die Hersteller pharmazeutischer Produkte die Haut gerne zur Verabreichung von Arzneimitteln. Mithilfe einer automatisierten Texturanalyse können Kleb-, Ablösekraft und die Schereigenschaften transdermaler Wirkstoffpflaster bestimmt werden.
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Transdermale Retardsysteme beinhalten üblicherweise einen therapeutischen Wirkstoff und eine adhäsiv wirkende Substanz, um sicherzustellen, dass der Wirkstoff kontinuierlich mit einer konstanten Geschwindigkeit durch die unverletzte Haut transportiert wird. Die Adhäsion auf der Haut und die Verträglichkeit des Arzneimittels bestimmen die Wirksamkeit der transdermalen Verabreichung. Adhäsive Eigenschaften sind wichtig, da die entsprechende Arzneimittelmenge direkt und proportional zur Hautkontaktfläche übertragen wird. Transdermale Systeme dürfen die Haut nur so wenig wie möglich stören, müssen einfach zu bedienen sein und auf jedem Hauttyp wirken können. Normalerweise werden In-vitro-Untersuchungen durchgeführt, um die Klebkraft, die Ablösekraft und die Schereigenschaften transdermaler Proben zu bestimmen. Mit einer automatisierten Texturanalyse, z.B. mithilfe des TA.XTplus Texture Analyzers, können solche Untersuchungen objektiv unter kontrollierten Bedingungen, die zudem noch reale Gegebenheiten simulieren, durchgeführt werden.
Der Verbleib von Cremes, Lotionen und Gelen auf der Haut ist abhängig von verschiedenen Schereinwirkungen wie der Atmung, der Aufnahme und der Bewegung der Haut. Ihre Leistungsfähigkeit ist abhängig von der Viskosität, der Verstreichbarkeit, der Bioadhäsion, einer guten Freisetzung des Wirkstoffs und dessen Absorption. Mithilfe der Texturprofilanalyse (TPA) können die Hersteller die mechanischen Eigenschaften dieser Produkte beurteilen und einstellen, um so deren Akzeptanz und Wirksamkeit zu optimieren.
Klebrige Angelegenheit
Pflaster sind für hochspezifische und maßgeschneiderte Anwendungen weit verbreitet. Ein einfaches Verfahren zur Bestimmung der Klebeeigenschaften transdermaler Pflaster wird mittels einer Kugel oder eines zylindrischen Messstempels, der die Probe mit einer definierten Kraft belastet, ermittelt. Das Pflaster wiederum wird mit doppelseitigem Klebeband auf der Arbeitsplattform befestigt. Nachdem sich über einen bestimmten Zeitraum Adhäsionskräfte entwickelt haben, wird der Messstempel zurückgezogen. Die Klebrigkeit, gemessen als Kraft, die erforderlich ist, um den Messstempel von der Probe zu trennen, wird vom Texture Analyzer aufgezeichnet. Damit eine maximale Wiederholbarkeit und Folgerichtigkeit der Ergebnisse gegeben ist, müssen bestimmte Parameter gesteuert werden. Dazu gehören die Geschwindigkeit, mit der sich der Messstempel bewegt, die Höhe und die Dauer der eingesetzten Kraft, aber auch die Distanz und die Geschwindigkeit der Rückzugsbewegung. Idealerweise wird eine Peltier-Platte verwendet, um Temperaturschwankungen zu verhindern, die sich negativ auf die Ergebnisse auswirken könnten. Die mithilfe dieser Adhäsionstests gewonnenen Daten werden in eine Grafik übertragen, damit die Ergebnisse besser analysiert und die für die Leistungsfähigkeit des Produktes verantwortlichen Eigenschaften optimiert werden können.
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