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Die Wirksamkeit örtlich aufgetragener Filme ist abhängig vom richtigen Auftrag auf die Haut und dem Verbleiben des Produktes auf dem Körper über einen bestimmten Zeitraum. Ein unzureichender Auftrag kann eine schwankende Wirksamkeit des gleichen Medikamentes zur Folge haben. Aus diesem Grunde wurden Anwendungen entwickelt, die durch Feuchtigkeit aktiviert werden. Im Gegensatz zu örtlich aufgetragenen Cremes bewirken die transdermalen Pflaster dank ihrer festen Größe eine bessere Bedeckung der betroffenen Bereiche. Außerdem sorgen sie für eine kontrollierte Freisetzung der Wirkstoffe und deren Verbleib auf der Haut.
Für ein einfaches Verfahren zur Feststellung der Bioadhäsion örtlich aufgetragener Filme wird eine Probe an einem zylinderförmigen Stempel befestigt, der dann auf eine Hautprobe herabgesenkt wird (diese Haut stammt von einem jungen Schwein und ist der Epidermis eines Menschen am ähnlichsten). Der Texture Analyzer misst die Kraft, die nötig ist, um den Stempel von der Hautoberfläche abzuziehen.
Bei der Verabreichung von Arzneimitteln über die Schleimhaut muss die Substanz an einem bestimmten Bereich der Schleimhaut über eine definierte Zeit angelagert werden, z.B. an einem Teil des Darms. Der Erfolg dieser Verabreichungsform hängt von der Stärke der mucoadhäsiven Bindungen ab, die mithilfe des TA.XTplus bestimmt werden können. Einfache Adhäsionsuntersuchungen, ähnlich denen, die bereits beschrieben wurden, liefern Einblicke in die mucoadhäsiven Eigenschaften von Filmen, Pulvern, Kügelchen oder Polymeren. Eine neuere Entwicklung, die Mucoadhäsionsvorrichtung, ahmt In-vivo-Bedingungen nach, indem eine Schweinemembran in einer definierten Menge Magenflüssigkeit von bestimmter Temperatur eingebracht wird.
Ausblick
Um die Wirkstoffe nach und nach und in einer vorhersagbaren Geschwindigkeit freizusetzen, müssen die Arzneimittel mit Retardwirkung zuverlässig am entsprechenden Organ haften und ohne Einbußen ihrer Funktionalität anderen Beanspruchungen standhalten. Untersuchungen dieser Produkte unter Bedingungen, die der praktischen Anwendung nahe kommen, erleichtern die Leistungsoptimierung.
* Die Autorin ist Applications Manager bei Stable Micro Systems.
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