10-Milliarden-Euro-Deal Harbour Energy übernimmt E&P-Geschäft von Wintershall Dea

Quelle: BASF 2 min Lesedauer

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Das E&P-Geschäft von Wintershall Dea ist – mit Ausnahme der Aktivitäten mit Russland-Bezug – von Harbour Energy übernommen worden. Mit dem Vollzug dieser im Dezember 2023 vereinbarten Transaktion hat BASF den entscheidenden Schritt gemacht, um die endgültige Trennung vom Öl- und Gasgeschäft zu erreichen.

Am 3. September 2024 hat Harbour Energy das E&P-Geschäft von Wintershall Dea übernommen.(Bild:  Wintershall Dea/ Ludwig Schöpfer)
Am 3. September 2024 hat Harbour Energy das E&P-Geschäft von Wintershall Dea übernommen.
(Bild: Wintershall Dea/ Ludwig Schöpfer)

Nach Genehmigung durch alle relevanten Behörden wurde am 3. September 2024 das Explorations- und Produktionsgeschäft (E&P-Geschäft) von Wintershall Dea ohne Aktivitäten mit Russland-Bezug an Harbour Energy übertragen. Der Deal umfasst Produktions- und Entwicklungs-Assets sowie Explorationsrechte in Norwegen, Argentinien, Deutschland, Mexiko, Algerien, Libyen (ohne Wintershall), Ägypten und Dänemark (ohne Ravn) sowie Lizenzen von Wintershall Dea zur Speicherung von Kohlendioxid (CCS). Der vereinbarte Unternehmenswert für die Vermögenswerte von Wintershall Dea beträgt knapp 10 Milliarden Euro.

Im Dezember 2023 hatte Harbour Energy mit BASF und Letter One, den Anteilseignern von Wintershall Dea, eine Vereinbarung über den Zusammenschluss beider Geschäfte unterzeichnet. Nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen ist die Transaktion nun vollzogen. Das Closing schafft die Möglichkeit zur Monetarisierung des BASF-Anteils an dem kombinierten Unternehmen ohne weitere Zwischenschritte, da Harbour an der London Stock Exchange gelistet ist.

Die Hauptverwaltungssitze von Wintershall Dea und deren Mitarbeitende sind nicht Teil der Transaktion. Wintershall Dea und die Arbeitnehmervertretungen haben im Juni 2024 Einigung über den Interessenausgleich und den Sozialplan für die Umstrukturierungen und Schließung der Hauptverwaltungsstandorte Hamburg und Kassel erzielt. Von der Schließung der Standorte sind rund 800 Mitarbeitende betroffen. Mit dem vereinbarten Sozialplan soll der Abbau sozialverträglich umgesetzt werden. Darüber hinaus wird Harbour zusätzlich zu den rund 1200 Mitarbeitenden, die Teil der Transaktion sind, auch eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitenden der bisherigen Hauptverwaltungssitze von Wintershall Dea übernehmen.

Mit Vollzug des Verkaufs an Harbour wurde zugleich das internationale E&P-Geschäft von Wintershall Dea rechtlich vom Geschäft mit Russland-Bezug getrennt. BASF und Letter One bleiben Eigentümer von Wintershall Dea, die das Geschäft mit Russland-Bezug hält, für das wesentliche Bundesgarantien bestehen. Das Management von Wintershall Dea hatte im Januar 2023 den Ausstieg aus Aktivitäten in Russland angekündigt; die verbleibenden Beteiligungen werden Schritt für Schritt abgewickelt.

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Mario Mehren, Chief Operating Officer Dawn Summers und Chief Financial Officer Paul Smith haben mit Vollzug der Transaktion mit Harbour ihre Mandate bei Wintershall Dea niedergelegt. Stefan Schnell, bisher Senior Vice President Group Reporting & Performance Management bei BASF, und Larissa Janz, bisher Vice President Special Projects bei Wintershall Dea, haben die Leitung von Wintershall Dea als Vorsitzender der Geschäftsführung beziehungsweise stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung übernommen. Wintershall Dea wird in den kommenden Wochen ihre Rechtsform von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umwandeln und anschließend als Wintershall Dea GmbH firmieren.

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