Vakuumtechnik Wie vorgefüllte Spritzen auf Dichtigkeit geprüft werden

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Vorgefüllte Spritzen sind aus der medizinischen Landschaft nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger wird deren Überprüfung auf Leckagen. Eine neue Technologie erledigt dies mit höchster Geschwindigkeit.

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In der Anlage können bis zu 600 Fertigspritzen pro Minute geprüft werden.
In der Anlage können bis zu 600 Fertigspritzen pro Minute geprüft werden.
(Bild: Wilco)

Bis zu 600 Spritzen pro Minute testet die neue Highspeed-Anlage Wilcomat, eine Hochleistungs-Dichtheitsprüfmaschine für Fertigspritzen. Dabei basiert die verwendete Lecktest-Technologie auf der von Wilco patentierten, vakuumbasierenden LFC (Liquid filled Container)-Technologie, die seit vielen Jahren für Vials und BFS (Blow fill seal)-Produkte verwendet wird. Ein mechanisches Stopfen-Abstützsystem garantiert, dass sich der Stopfen während des Vakuumtests nicht bewegt.

Prädikat: besonders wertvoll

Die Anlage wurde von einem großen, europäischen Pharmaunternehmen getestet und mit dem Zertifikat „bereit zum Einsatz in der Produktion“ ausgezeichnet.

Dabei seien folgende folgende Eigenschaften hervorzuheben:

  • erstes High-speed-Lecktestsystem für Fertigspritzen;
  • berührungsloses Spritzenhandling dank Werkstückträgern;
  • Stopfen werden während des Vakuumtests mechanisch arretiert;
  • Kombination mit kamerabasierter, visueller Inspektion möglich.

Die Spritzen erreichen die Maschine an der Flanke hängend mit der Spitze nach unten. Ein mechanisches, kurvengesteuertes System lädt jede Spritze in einen Werkstückträger. Diese transportieren die Spritzen in den Tester direkt unter eine der Prüfstationen. Der Werkstückträger wird für den Test angehoben und bildet mit der Prüfglocke die Prüfkammer. In die Prüfglocken sind Stifte für das Arretieren des Stopfens integriert. Die Dichtheitsprüfung findet statt, sobald die Station geschlossen ist. Nach dem Test werden die guten Spritzen aus den Werkstückträgern entnommen. Spritzen mit Defekten (Fein- oder Grobleckagen) verbleiben in den Werkstückträgern und werden zusammen mit diesen abgeworfen. Die leeren Werkstückträger werden zurück zum Einlauf des Testers geführt.

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