Projektmanagement Wie sieht eine effiziente Projektabwicklung aus?
Nur mit durchorganisiertem Projektmanagement schaffen es Engineeringunternehmen heute, die Anforderung im Pharmaanlagenbau zu bewältigen. Davon ist Rolf Mönig überzeugt. Er leitet den Bereich Engineering der Chemgineering-Gruppe und ist Geschäftsführer der Chemgineering Technology in Wiesbaden. Im exklusiven PharmaTEC-Interview erklärt er, wie für ihn das Idealprojekt abläuft.
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PROCESS/PharmaTEC: Herr Mönig, Chemgineering hat sich 2007 eine strategische Neuausrichtung verordnet. Wie ist die Bilanz nach zwei Jahren?
Rolf Mönig: Im Rahmen der Neuausrichtung haben wir die Unternehmensgruppe in zwei strategische Geschäftsbereiche aufgesplittet: Engineering und Consulting, wobei mit etwa 200 Mitarbeitern das Engineering klar das Schwergewicht bildet. Ziel der Neuausrichtung war und ist kontrolliertes Wachstum sowie mehr Transparenz in der Wahrnehmung der Leistungen. Die Technology Designer kennen sich exzellent in Investitionsprojekten wie der Planung von Pharmaanlagen, Produktionslinien nebst Qualifizierung/Validierung aus. Im Unterschied dazu fokussieren sich die Business Designer auf von Investitionen unabhängige Strategie-, Prozess- und Compliance-Beratung. Wir haben den richtigen Fokus, sind aber noch nicht am Ende des Weges.
PROCESS/PharmaTEC: Sie sind mit dem Anspruch angetreten, Projekte effizienter abzuwickeln. Warum ist das nötig?
Mönig: Jedes Investitionsprojekt startet mit der Erwartung des Bauherrn, möglichst schnell einen Return-on-Invest zu erhalten. Wir erleben es aber sehr häufig, dass Investitionsentscheidungen für Pharmaproduktionen aufgeschoben werden, der Zeitpunkt für den Markteintritt eines Produktes aber bestehen bleibt und damit auch der Termin für den Produktionsstart. Dadurch kann sich die verbleibende Projektlaufzeit ganz schnell um drei bis fünf Monate verkürzen, und Sie sind mitten drin im Fast-Track-Projekt.
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