Energiemanagement Wie Sie durch optimiertes Energiemanagement Einsparpotenziale nutzen
Die Optimierung der Energieeffizienz ist keine einmalige Maßnahme, die Kosten dauerhaft senkt, sondern ein andauernder Prozess, der in mehreren Schritten erreicht und nachhaltig gefestigt werden muss. Lesen Sie, wie Sie mithilfe eines Energiemanagement-Systems vorhandene Einsparpotenziale aufdecken und konsequent nutzen können und wie Ihnen Profis dabei helfen.
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Der Forderung nach einem effizienten Einsatz von Versorgungsenergien wie Strom und Brennstoffe sowie den daraus gewonnenen Nutzenergien wie Dampf, Wärme, Kälte, Druckluft gilt seit Jahren eine erhöhte Aufmerksamkeit. Durch die kontinuierlich steigenden Energiepreise gewinnt das Thema immer mehr an Brisanz. Die chemische Industrie steht hier vor der Aufgabe, die bisherigen Anstrengungen fortzuführen und den spezifischen Energieeinsatz künftig noch weiter zu reduzieren.
Ein wichtiger Hebel ist sicherlich die Automatisierungstechnik. Steuerliche Entlastungen in Form der EEG-Umlagerückerstattung oder des Spitzenausgleichs (Strom- und Energiesteuer) erfordern im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 50001 die Einrichtung eines Energiemanagementsystems und den Nachweis regelmäßig erzielter Energieeinsparungen.
Energieeffizienz steht auf nahezu jeder Agenda
Viele Anlagenbetreiber, aber auch Organisationen und Verbände beschäftigen sich derzeit intensiv mit dem Thema Energieeffizienz. Die Namur beschreibt beispielsweise im Arbeitsblatt NA140 die systematische Vorgehensweise zur Durchführung von Energieeffizienzprojekten mithilfe der Automatisierungstechnik. Durch gezielte Maßnahmen sollen die Energiekosten gesenkt werden, die in der chemischen Industrie im Durchschnitt 10 % der Betriebskosten ausmachen, in Einzelfällen, z.B. in der Grundstoffchemie können diese bis zu 40 % betragen.
Fortwährende Optimierungen der Energieeffizienz in den letzten Jahren führten trotz steigender Produktion zu einer Abnahme des Energieverbrauchs. Aktuelle Ansätze erfordern darum eine ganzheitliche und systematische Betrachtung aller Prozesse, um noch vorhandene Potenziale zu erkennen und wirksam Nutzen zu können.
Im Fokus der Energiemanager
Energieverluste entstehen zum Teil durch eine suboptimale Anlagenfahrweise bzw. durch Apparate, die erst bei Austausch gegen effizientere Ausführungen eine Energieeinsparung bieten. Beispiele sind Pumpenmotoren mit Frequenzumrichter, energiearme Motoren oder die Optimierung des Druckluftnetzes inklusive der Drucklufterzeugung.
Die größten Potenziale bieten sicherlich Neuanlagen oder neue Herstellverfahren (z.B Chloralkalielektrolyse), verlangen im Gegenzug aber auch die höchsten Investitionen. Verfahrenstechnische Maßnahmen wie die Wärmeintegration und Wirkungsgradverbesserungen gehören sicherlich zu den häufigsten Ansätzen.
Die regelmäßige Überprüfung und Wartung der eingesetzten Komponenten, z.B. Filter in Druckluftnetzen oder Wärmetauscher, ist unverzichtbar, damit sich das Effizienzniveau nicht wieder mit der Zeit verschlechtert. Auch der Energieverbrauch innerhalb von Produktions- bzw. Geschäftsgebäuden rückt aufgrund steigender Kosten immer häufiger in den Fokus der Energiemanager.
Die Ermittlung von Potenzialen und daraus abgeleitete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind ein iterativer Prozess. Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.
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