Rotationskegel Wie Rotation den kontrollierten und dosierten Produktaustrag ermöglicht
Sobald Schüttgüter schwerstfließend sind, also Brücken bilden oder zu Kernfluss neigen, wird der Materialfluss schwierig bis unmöglich. Das Problem beseitigen kann ein Feststofflaufrad samt Rotationskegel.
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Das gleiche Prinzip, mit dem sich seit Erfindung der achimedischen Schraubenpumpe Flüssigkeiten transportieren lassen, kommt nun auch beim Schüttguthandling zum Einsatz: Das Feststofflaufrad Gyriso mit Rotationseinheit und die BPK-Entleerstation von Ucon Containersysteme bieten eine automatisierte Alternative zur bislang aufwändigen „bergmännischen“ Weiterverarbeitung schwieriger Schüttgüter. Mit der patentierten Neuentwicklung lassen sich selbst schwerstfließende Schüttgüter, die durch Adhäsion zu starker Klumpenbildung oder ausgeprägtem Kernfluss neigen, sicher und kontrolliert austragen und genau dosieren. Dazu setzt der mobile Container auf die Entleerstation auf, und durch den automatisierten Andockvorgang verbindet sich der Rotationskegel im Container mit der Rotationseinheit der Entleerstation. Sobald der Rotationskegel leicht angehoben ist, beginnt er zu rotieren und befördert das Medium aus dem Container. Ist der Vorgang beendet, wird der Container automatisch wieder von der Rotationseinheit der Entleerstation getrennt, sodass der Rotationskegel wieder einen fest im Container fixierten, staubdichten Verschluss bildet.
Beim Einfahren ins Schüttgut entsteht ein Ringspalt, durch den das Medium kontrolliert aus dem Container fließt. Weil auch sehr kleine Spaltweiten eingestellt werden können, lassen sich je nach Schüttgut bei der Batchverwiegung bisher unerreichte Dosiertoleranzen von weniger als zehn Gramm erreichen. Dem Auslaufverhalten und den speziellen Anforderungen des Mediums passt sich die Geometrie des Rotationskegels durch Aufbauten wie Messer oder Schaber an. Weitere Vorteile: Durch das GMP-gerechte Design von Container, Kegelverschluss und Entleerstation genügt die Anlage auch den hohen Ansprüchen der Lebensmittel- und der pharmazeutischen Industrie. Weil Know-how und Investment in der Konstruktion der Entleerstation stecken und der Container erst nach dem Andocken zum Prozessbehälter für die Weiterverarbeitung von Schüttgütern wird, ist die Lösung kostengünstig.
Fazit: Die Neuentwicklung wird einer langjährigen Nachfrage der Anwender gerecht, die bisher auf die Vorteile eines flexiblen Containersystems verzichten mussten, weil der Austrag ihrer schwerfließenden Schüttgüter aus einem Container bzw. die geforderten Dosiertoleranzen nicht möglich waren.
* Der Autor ist Vertriebsleiter bei Ucon AG Containersysteme KG.
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