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Energieeffiziente Systemlösungen mit Armaturen
Mithilfe eines pneumatischen oder elektrischen Antriebs können Armaturen automatisiert werden. Kann eine automatisierte Armatur zur Energieeffizienz beitragen?
Durchaus, wie der ZVEI berichtet (siehe PROCESS plus). Beispielsweise lassen sich mit elektro-pneumatischen Stellungsreglern Ventile in Durchflussleitungen optimal regeln. Vor allem bei schnellen Prozessen in chemischen und petrochemischen Verfahren werden Störgrößen wesentlich rascher ausgeregelt, wodurch Prozessanlagen mit weniger Primärenergie eine größere Produktmenge liefern.
Ein Praxis-Beispiel: In Raffinerien werden Fackeln zum Verbrennen von Gasen eingesetzt, die über ein komplexes System aus den verschiedenen Anlageteilen zusammengeführt werden. Im Normalbetrieb sind die Leitungen über so genannte Fackelventile abgesperrt. Würde bei einem Fackelventil mit einer Nennweite DN 150 und einem Vordruck von 20 bar durch Verschleiß unbemerkt eine Leckage von drei Prozent – entsprechend einem Leckageverlust von 800 kg/h – auftreten, entstünden Produktverluste von bis zu 10 000 Euro pro Tag. Intelligente Sensoren an den Ventilen erkennen diese Leckage und vermeiden somit einen Produktverlust (Energieaufwand).
Ressourcen sparen
Auch so lassen sich Ressourcen sparen: Durch die Umrüstung nur eines Regelventils mit einem intelligenten elektro-pneumatischen Stellungsregler und einer entsprechenden pneumatischen Verschaltung (in einer Olex-Anlage zur Trennung von Butan und Buten), konnte die Produktausbeute um drei Prozent gesteigert werden. Auch hier gilt: Mit weniger Primärenergie wird eine größere Produktmenge geschaffen.
Zudem verbrauchen moderne Stellungsregler im Gegensatz zu klassischen Geräten nur ein Zehntel an Instrumentenluft, was den Hilfsenergieverbrauch in den Anlagen deutlich reduziert. Konventionelle Stellungsregler verbrauchen etwa 200 bis 250 Euro Instrumentenluft pro Jahr und pro Gerät, so dass sich bei einem mittleren Betrieb mit z.B. 100 Stellventilen pro Jahr bis zu 20 000 Euro einsparen lassen. Der Druckluftverbrauch in Anlagen kann somit effizienter gefahren werden.
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