Signalanbindung in der Leittechnik

Weniger ist mehr – wie Sie Feldsignale platzsparend ans Leitsystem anbinden

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Aufgrund der Vielzahl an schmalen Produkten lassen sich mit den Komponenten von Phoenix Contact neue Schaltschrankkonzepte umsetzen. Beispielsweise sind kombinierte Interface- und Rangierschränke ausführbar, die eine Anlage mit 10.000 I/Os in weniger als 30 Standard-Schaltschränken (Abmessung 800 x 2000 Millimeter) eigensicher trennen und rangieren – und das inklusive einer Platzreserve von zehn Prozent (siehe Bildergalerie, Abb. 3).

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Unterstützung bis zur Inbetriebnahme

Das Schaltschrankkonzept von Phoenix Contact besteht aus drei Teilen (siehe Bildergalerie, Abb. 4): Im 800 x 2000 Millimeter messenden Basisschrank, der in einer Tiefe von 400 Millimeter (einseitig bestückt) oder 800 Millimeter (Vorder- und Rückseite bestückt) realisierbar ist, befinden sich die redundante Stromversorgung, Potenzialverteilung und Absicherung in der einen Seitenwand.

In der anderen Seitenwand sind schmale Doppelstock-Messertrennklemmen zum Rangieren untergebracht, während die kompakten Interface-Boards mit zweikanaligen Signaltrennern die Mitte des Schranks einnehmen. Vorgefertigte Systemkabel verbinden die Interface-Ebene mit den I/Os der jeweiligen Leittechnik.

Die Prozess-Experten von Phoenix Contact unterstützen Anwender und Planer bei Um- oder Neubauvorhaben (siehe Bildergalerie, Abb. 5). Nach einer Bestandsaufnahme vor Ort erstellen sie ein Gesamtkonzept zur Migration des Leitsystems oder zum Tausch der Ex i-Ebene. Anschließend werden gemeinsam mit dem Kunden die passenden Produkte ausgewählt, Elektropläne generiert sowie gegebenenfalls Ex i- oder SIL-Nachweise erbracht.

Nach der Lieferung der Systemkabel, Schaltschrankkomponenten oder der komplett vorgefertigten Schränke sind die Spezialisten ebenfalls bei der Inbetriebnahme behilflich.

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Schutz von 572 Signalen auf einem Meter Tragschiene

Mit der Produktfamilie Termitrab complete bietet Phoenix Contact besonders schmale Überspannungsschutzgeräte ab einer Baubreite von 3,5 Millimeter an (Bild 5). Diese eignen sich für alle MSR-Anwendungen. Die Schutzgeräte können somit maximal 572 Signale auf nur einem Meter Tragschiene vor Überspannungen schützen.

Termintrab complete bietet Überspannungsschutz ab 3,5 Millimeter Baubreite.
Termintrab complete bietet Überspannungsschutz ab 3,5 Millimeter Baubreite.
( Bild: Phoenix Contact )

Die integrierte Abtrennvorrichtung sorgt für ein sicheres Verhalten bei Überlast. Sie signalisiert mechanisch ohne Hilfsenergie den Status an jedem einzelnen Schutzgerät. Optionale Fernmeldemodule überwachen den Status von bis zu 40 benachbarten Überspannungsschutzgeräten durch eine Lichtschranke. Dadurch vereinfacht sich die Installation: Eine zusätzliche Verdrahtung oder Programmierung der Schutzmodule ist nicht erforderlich. Die Überspannungsschutzgeräte sind sowohl in der Push-in- als auch Schraubanschlusstechnik erhältlich. Ebenso stehen Varianten mit neuartiger Messertrennung sowie für Ex-Anwendungen zur Verfügung.

Sie planen eine Modernisierung Ihrer Anlage(n)? Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf process.de/anlagen-modernisierung

* Der Autor ist Leiter Industriemanagement Prozess- und Verfahrenstechnik, Phoenix Contact Deutschland GmbH, Blomberg.

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