Signalanbindung in der Leittechnik

Weniger ist mehr – wie Sie Feldsignale platzsparend ans Leitsystem anbinden

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Produktabkündigungen als Chance für den Neuaufbau

Die aktuellen Neuerungen der IEC 61511 führen zu einer fortlaufenden Neubewertung der Safety-Einstufung von Anlagen, was wiederum eine stetig steigende Anzahl von SIL-Kreisen und Sicherheitssteuerungen (sSPS) nach sich zieht. Zudem erhöhen die kontinuierliche Erweiterung der Applikationen sowie deren Optimierung in puncto Effizienz den Instrumentierungsbedarf im Vergleich zur Situation vor zehn Jahren deutlich. Vor diesem Hintergrund wird schnell klar, dass die in der Vergangenheit geplanten Schalträume mittlerweile zu klein sind.

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Da der technologische Fortschritt in der Elektronik- und Software-Entwicklung jedoch alle zehn bis 15 Jahre in der Abkündigung bislang verwendeter Leitsysteme sowie I/O- und Interface-Komponenten resultiert, erwächst daraus die Chance für einen Neuaufbau der Schaltschränke. Hier gilt es nun das passende Konzept zu finden, um die bisherige Technik, die teilweise noch in 19-Zoll-Bauweise ausgeführt ist, in den vorhandenen Schalträumen fehlerfrei und vor allem in möglichst kurzer Zeit auf eine neue, zukunftsfähige Basis umzustellen. Diese Herausforderung – Beibehaltung der bestehenden Räumlichkeiten bei gleichzeitiger Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit – lässt sich nur durch den Einsatz moderner Komponenten lösen, die wenig Platz im Schaltschrank beanspruchen.

Reduzierung der Gehäusebreite um rund 60 Prozent

Es liegt somit auf der Hand, dass Phoenix Contact sich das Ziel gesetzt hat, die Gehäuseabmessungen sämtlicher Schlüsselprodukte stetig zu reduzieren, damit auch die Anzahl der vom Anwender benötigten Interface- und Rangierschränke sinkt. Als Beispiel seien die zweikanaligen Speisetrenner der Produktfamilie MACX genannt, die eine Baubreite von lediglich 12,5 Millimeter aufweisen, über SIL 2 oder SIL 3-Zulassungen verfügen sowie den NE95-Typtest der Namur bestanden haben. Vergleichbare Geräte älterer Baureihen sind nur einkanalig realisiert und 17 bis 20 Millimeter breit. Also ergibt sich eine Platzersparnis von rund 60 Prozent.

Ein SIL 3-Koppelrelais der Produktfamilie PSR mini zeichnet sich sogar durch ein 6,8 Millimeter schmales Gehäuse aus. Das Modul umfasst zwei Elementarrelais mit jeweils zwei zwangsgeführten Kontakten und ist sowohl für High- als auch Low-Demand-Anwendungen geeignet. Eine Gegenüberstellung mit entsprechenden Koppelrelais der Marktbegleiter, die sämtlich breiter als 17,5 Millimeter sind, zeigt einen um über 60 Prozent geringeren Platzbedarf.

Durch die Push-in-Anschlusstechnik hat sich die Baubreite der Messertrennklemmen der Produktfamilie PTTB 1,5 MT auf 3,5 Millimeter verringert. Trotzdem können sie Adern mit einem Leiterquerschnitt bis 1,5 Quadratmillimeter fassen. Im Vergleich zu den bisher erhältlichen Messertrennklemmen, die breiter als fünf Millimeter sind, ist folglich 70 Prozent weniger Platz notwendig. Nicht zu vergessen die Überspannungsschutzgeräte für Mess- und Regelsignale, deren Gehäusebreite pro Kanal je nach Hersteller fünf bis zwölf Millimeter beträgt. Mit der Baureihe TTC (Termintrab complete) hat Phoenix Contact die Geräteabmessung erstmals auf 3,5 Millimeter reduziert.

Wie sich aufgrund der Vielzahl an schmalen Produkten neue Schaltschrankkonzepte umsetzen lassen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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