Chemieanlagen als Strompuffer Welches Potenzial haben Chlor-Alkali-Elektrolysen für das Demand-Side-Management?

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Wie kann man den eigenen Strombedarf dem zeitlich schwankenden Stromangebot aus erneuerbaren Energien anpassen? Können Chemieanlagen als Stromspeicher und Puffer dienen? Diese Fragen beantwortet Dr. Michael Träger Geschäftsführer bei Vestolit in Marl.

Anbieter zum Thema

Vestolit-Geschäftsführer Dr. Michael Träger will Chlor-Alkali-Elektrolysen für das Demand-Side-Management nutzen.
Vestolit-Geschäftsführer Dr. Michael Träger will Chlor-Alkali-Elektrolysen für das Demand-Side-Management nutzen.
(Bild: Träger)

Hier gehts zum Programm und zur Registrierung PROCESS ENERGY Summit

Vestolit betreibt in Marl die größten voll integrierten Polyvinylchlorid(PVC)-Produktionsanlagen in Europa mit einer Kapazität von 400.000 t pro Jahr. Herz der Produktion ist eine der größten Membranelektrolysen Europas. Solche Anlagen könnten künftig bei der Steuerung des Stromverbrauchs eine wichtige Rolle spielen. Im Gegensatz anderen Produktionsprozessen, kann der Betreiber Chlor-Alkali-Elektrolyse nämlich kurzfristig hoch- und runterfahren fahren. ohne die empfindlichen Elektroden zu beschädigen.

Damit könnten solche Prozesse als Energiepuffer dienen und damit für das Demand Side Management, eine wichtige Rolle spielen, meint Dr. Michael Träger, Geschäftsführer bei Vestolit in Marl.

Um genauere Daten zu bekommen, hat Vestolit 2011 das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Uni Köln beauftragt zu untersuchen, wie hoch das Potenzial aller deutschen Chlor-Alkali-Elektrolysen für das Demand-Side-Management insgesamt ist.

Das Ergebnis und die daraus resultierenden Überlegungen stellt Dr. Träger auf dem neuen PROCESS-Fachkongress vor.

(ID:42316727)