Dechema-Forum Was hilft, wenn Korrosion an die Substanz geht

Ein Gastkommentar von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V. 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Korrosion ist ein stiller Killer im Anlagenbau und kostet Betreiber jährlich viel Geld. Bei der Schadensanalyse hilft ein Blick auf den eingesetzten Werkstoff. Daten dazu gibt es genug, aber wissen Sie auch wo die zu finden sind? Unsere Gastautorin Dr. Kathrin Rübberdt gibt Tipps.

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V.(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V.
(Bild: Dechema)

Drei bis fünf Prozent des BIP gehen nach Schätzungen weltweit jährlich durch Korrosionsschäden verloren. Anlagenstillstände durch defekte Bauteile und Umwelt- oder Gesundheitsschäden durch Leckagen sind dabei noch nicht einmal vollständig erfasst. Dabei müsste es in vielen Fällen gar nicht so weit kommen. Denn viele Werkstoffe sind heute sehr gut untersucht und es lassen sich verlässliche Vorhersagen darüber treffen, ob ein Werkstoff einem Medium unter bestimmen Bedingungen dauerhaft standhält.

Doch nicht nur in der Anlagenplanung lohnt sich ein Blick auf das Material; auch bei der Schadensanalyse kann ein Ausflug in die Welt der Werkstoffdaten wertvolle Erkenntnisse bieten. Wenn z. B. das Pumpenlaufrad in heißer Schwefelsäure nach kurzer Zeit mit deutlichen Korrosionsschäden zum Stillstand kommt, sollte vor dem Ersatz geprüft werden, warum das passieren konnte – sonst wird die Freude am Ersatzteil ebenfalls kurz sein. War der Werkstoff falsch gewählt, oder hat sich vielleicht der Zulieferer beim Material vertan? Wer diese Fragen beantworten kann, klärt nicht nur die Haftung, sondern kann ebenso beim Ersatzteil auf Nummer Sicher gehen.

Auch wenn der Fokus heute auf Digitalisierung, Daten und virtuellen Werkzeugen liegt – die Anlagen der Prozessindustrie bestehen aus Edelstahl, Legierungen oder Kunststoffen, und nur, wenn sie halten, was sie versprechen, können innovative Prozesse zuverlässig laufen. Ein Blick auf den Werkstoff ist also weiterhin substanziell für den Erfolg.

Suchen Sie Hilfe bei der Werkstoffauswahl oder wollen einen Schaden untersuchen? Die Dechema-Werkstoff-Tabelle hilft.

(ID:50200234)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung