Spaltrohrmotorpumpe

Warum eine neue Spaltrohrmotorpumpen-Baureihe ein Ausrufezeichen setzt

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Der PT100 arbeitet als passives Bauteil im Ex-Bereich und misst die Rotorraumtemperatur der Pumpe. Da dieser in einer Tauchhülse installiert wird, ist der Wechsel eines defekten Widerstandsthermometers möglich, ohne die Pumpe zu entleeren. Der Anschluss erfolgt in 3-Leiter-Technik mittels eigensicherer Verkabelung. Das Motorgehäuse ist für die Druckstufen PN 25/40 verfügbar und bis -50 °C im Einsatz.

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Herz der Pumpe: Gleitlager

Hundertprozentige Zuverlässigkeit ist das A und O von Spaltrohrmotorpumpen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Gleitlager, die ihre extreme Robustheit in umfangreichen Tests gezeigt haben. Selbst von Heißwasser nahe der Dampfphase zeigt sich das Lager unberührt. Auch dieses gibt es in zwei Varianten: Die Standardausführung ist in SSiC. Der Werkstoff SiC 30 verfügt über einen speziellen Kohlenstoff, wodurch das Lager noch toleranter gegenüber hohen Lasten oder partieller Verdampfung einiger Medien ist.

Um den Verschleiß im Gleitlager anzuzeigen, wurde der E-Monitor von Nikkiso an die neue Pumpe angepasst. Dieser zeigt in den Ampelfarben grün (alles in Ordnung), gelb (es gibt Verschleiß, bitte beobachten) und rot (Wechsel des Lagers) den Zustand. Hierbei wird mit einem zusätzlichen, berührungslosen Sensor die Lage des Rotors überwacht. Dabei werden die Veränderung des Magnetfeldes beobachtet und gleichzeitig die Axial- und Radiallager überwacht.

Sicherheit erhält der Betreiber mit der neuen Ecochem Non-Seal auch im Hinblick auf den Ex-Schutz. Die neue Ecochem Non-Seal erfüllt die Anforderungen gemäß Atex und verfügt über die Klassifizierung T1 bis T5. Dies wurde durch verschiedene Maßnahmen erreicht, etwa indem die Oberflächentemperaturen extrem niedrig sind, da die Wärme vom Stator sehr effektiv ins Medium abgeführt wird, ohne das Medium infolge hoher Motorwirkungsgrade zu viel zu erwärmen.

Für jeden Einsatz die richtige

Generell ist ein Trend zu dichtungslosen Pumpen zu beobachten, sei es Spaltrohrmotorpumpe oder Magnetkupplungspumpe. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in der europäischen Prozessindustrie zunehmend wertvolle Produkte hergestellt werden. Und wann kommt welche Pumpe zum Einsatz? „Spaltrohrmotorpumpen sind kompakter, müssen nicht ausgerichtet werden, besitzen ein Gehäuse und mit dem Motorgehäuse eine zweite Barriere. Sollte tatsächlich Medium auslaufen, besitzt die Pumpe also immer noch einen äußeren Schutz“, fasst Kastrup die Argumente zusammen. Da KSB auch die Magnetkupplungspumpe Magnochem mit einer dynamischen Dichtung anbietet, die quasi wie eine zweite Barriere wirkt, ist dieses Argument jedoch längst nicht mehr so entscheidend wie früher. Zudem gibt es eine Bloc-Variante, sodass auch das Ausrichten entfällt.

„Zum Teil ist es einfach Betreiberphilosophie, für welchen Pumpentyp man sich entscheidet.“ Aus Sicht des KSB-Experten punktet die Spaltrohrmotorpumpe bei den Lebenszykluskosten, da sie keinen Verschleiß der Wälzlager in Lagerträgern aufweist und tatsächlich mehrere Jahre ohne Wartung auskommt, wenn SSiC-Lager verwendet werden. Allerdings ist die Wartung der Magnochem sehr einfach. Hier kann der Außenrotor der Magnetkupplung sowie der Lagerträger gewartet werden, ohne dass der Pumpenraum geöffnet werden muss. Das Pumpengehäuse mit Laufrad sowie der Spalttopf mit Innenrotor können in der Rohrleitung verbleiben, ohne dass Leckage nach außen auftritt.

Fazit: „Die Ecochem Non-Seal ist ein würdiger Abschluss in unserem Programm zur Überarbeitung der Chemiepumpenbaureihen“, so Kastrup. Anwender können sich jetzt weltweit darauf verlassen, dass sie unabhängig vom Einsatzort eine zuverlässige Pumpe erhalten, die den strengen KSB-Anforderungen an Qualität genügt. Alle überarbeiteten Pumpenbaureihen zeichnen sich durch absolute Betriebssicherheit, einen hervorragenden Wirkungsgrad durch eine verbesserte Hydraulik und damit durch eine optimale Energieeffizienz aus.“

* Die Autorin arbeitet als freie Fachjournalistin für die KSB AG, Frankenthal.

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