Füllstandsmessung bei Silos

Wägetechnik ermittelt Füllstand bei Schüttgütern

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Die Einbausätze PR6001 sind in einer breiten Palette für Kapazitäten von 500 Kilogramm bis 300 Tonnen verfügbar. Durch integrierte Abhebesicherungen wird die vertikale Bewegung des Silos nach oben begrenzt. Horizontallenker verhindern ein Wegdrehen des Silos im Windfall. Sie bieten jedoch Beweglichkeit, damit die Wägezellen einer thermischen Ausdehnung des Silos bei Temperaturunterschieden folgen können. Die breite Auswahl an Einbausätzen mit Lenkern erspart die Auslegung externer mechanischer Fesselungen. Je nach den berechneten Kräften ist nur die passende Größe auszuwählen.

Da Erdbebenkräfte wesentlich mächtiger als Windeinflüsse sein können, werden teilweise Einbausätze erforderlich, die für extrem hohe Kräfte ausgelegt sind. Die seismischen Einbausätze der Serie PR6144 wurden in Zusammenarbeit mit japanischen Experten entwickelt und sind auf dort auftretende Erdbebenereignisse für Horizontalkräfte von bis zu 1200 kN ausgelegt.

Sämtliche Wägezellen und Einbausätze der Serie PR6001 wurden nach der finiten Elemente-Methode berechnet, ihre Komponenten statisch wie dynamisch getestet. Damit wird die volle Funktion innerhalb der spezifizierten Kräfte sichergestellt. Für jeden Wägezellentyp und Einbausatz sind eine Nennlast und eine Bruchlast beschrieben. Dadurch erhalten Betreiber Auskunft über tolerierbare Kräfte, die reversibel sind und solche, die die mechanische Sicherheit der Konstruktion gefährden können.

Die Einbausätze sind je nach Auslegung in Edelstahl oder Zink-Dickschichtpassivierung mit Versiegelung erhältlich. Die gegenüber der Vewendung von Chrom-VI in der Herstellung schadstoffärmere passivierte Ausführung entspricht den Zielen der europäischen Chemikalienrichtlinie Reach zur Verwendung schadstoffärmerer Produkte.

Um Montagezeiten zu verkürzen, bietet Sartorius eine integrierte Dummy-Funktion. Darunter ist eine selbstragende Konstruktion des Einbausatzes zu verstehen, die eine Installation ohne Wägezelle ermöglicht. Das wertvolle Messelement wird so in der Montagephase geschützt und erst nach der sicheren Verankerung des Silos eingebaut. Bei einem Teil der Einbausätze ersetzt ein Anhebebolzen die Verwendung hydraulischer Heber für die Wägezelleninstallation. Schließlich unterstützen besondere Positionierhilfen eine schnelle Ausrichtung der Wägezelle.

Auslegungskriterien für die Silowägung

Die Frage, wie viele Lastpunkte und Einbausätze erforderlich sind, lässt sich nur in Verbindung mit der Silokonstruktion beantworten. Aus wägetechnischer Sicht gilt: je weniger, desto besser. Im Idealfall steht ein Hochlastsilo auf drei Lastpunkten. Damit ist immer eine gleichmäßige Belastung aller Wägezellen gegeben. Entsprechend der Silokonstruktion und der Auslegung für Krafteinwirkungen lassen sich jedoch auch Silowaagen mit vier, sechs oder acht Auflagern ausstatten. Dabei lassen sich bei allen runden Bauformen durchgehend Einbausätze mit Horizontallenkern verwenden, sofern dies die Berechnungen erfordern. Mehrere Auflager bieten damit die Möglichkeit, Kräfte gleichmäßig zu verteilen und somit die Stabilität zu erhöhen. Welche Konstruktion für die jeweilige Silokapazität die geeignete ist, lässt sich nur durch statische Berechnungen ermitteln, die der Silobauer durchführt.

Ein wichtiges Kriterium für die Planung ist die mechanische Entkopplung von Rohrleitungen. Dadurch wird eine weitgehende Vermeidung von Nebenkräften ermöglicht und das Silogewicht ruht allein auf den Wägezellen. Als Entkopplungen kommen Bälge aus Textil, Gummi oder auch Stahlnetz in Frage.

Wird die Wägetechnik bereits bei der Silokonstruktion berücksichtigt, lässt sie sich optimal in die Struktur integrieren. Ist eine Silowaage erst einmal montiert, bietet sie eine zukunftsweisende, zuverlässige und wartungsarme Technologie der Inhaltsbestimmung.

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