Füllstandsmessung bei Silos

Wägetechnik ermittelt Füllstand bei Schüttgütern

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Da Temperaturunterschiede großen Einfluss auf das Messergebnis haben können, werden alle Wägezellen bei der Herstellung elektronisch abgeglichen. Auf diese Weise sind Temperatureffekte zu eliminieren und die Stabilität des Signals gesichert. Die Genauigkeit von Wägesystemen hängt von der Auswahl der Wägezellen und von den mechanischen Randbedingungen ab. So verursachen Rohrleitungen Kräfte, die sich negativ auf die Genauigkeit auswirken. Im Silobereich sind Gesamtfehler von <0,5 Prozent erreichbar und erfüllen die Anforderungen der meisten Prozesse. Bei einem Füllgewicht von 50 Tonnen käme dies einer maximalen Abweichung von 250 Kilogramm gleich.

Stabilität gegen Wind und seismische Kräfte gefordert

Beim Einsatz von Wägezellen sind gleiche Anforderungen an die mechanische Absicherung des Behälters gegen Wind und seismische Kräfte zu berücksichtigen wie ohne Wägetechnik. Durch geeignete Wägezellen und Einbausätze lassen sich Silowaagen an fast alle lokalen Bedingungen anpassen.

Starke Windkräfte treten besonders in Seenähe sowie in Gegenden mit großen Luftdruckunterschieden auf. Wind übt eine seitliche Kraft auf das Silo aus, deren Stärke von der Windgeschwindigkeit und der Querschnittsfläche des Behälters abhängt (siehe Abb. Seite 327). Die Einwirkung bewirkt eine Abhebung an der windzu- und eine Last an der windabgewandten Seite. Ohne entsprechende Gegenkräfte würde ein Silo kippen. Für einen sicheren Stand muss es somit ein größeres Eigengewicht als die Abhebekraft aufbringen. Da dies häufig nur im befüllten Zustand gegeben ist, wird eine Abhebesicherung erforderlich. Zur Begrenzung der waagerechten Kraftkomponente sind Einbausätze mit Horizontallenkern vorzusehen.

In erdbebengefährdeten Regionen können zusätzlich hohe seismische Wellen auftreten, deren Stärke von der jeweiligen Region abhängig ist. Die Erschütterungen haben sowohl eine senkrechte als auch waagerechte Komponente. Zur Berechnung der erforderlichen Sicherungen sind die vor Ort gültigen nationalen Normen anzuwenden. Als Einflussgrößen spielen hier der geologische Untergrund, das Eigenschwingverhalten des Silos sowie die Horizontalbeschleunigung eine Rolle.

Ausgereifte Wägezellen und Einbausätze für Füllstandsmessung

Sartorius bietet mit seiner Wägezellenserie PR6201 und Einbausätzen der Serie PR6001 „Maxiflexlock“ eine passgenaue Lösung für die Siloverwiegung. Die Wägezellen gewährleisten eine extrem hohe Sicherheit gegen Bruch, die meist bei 500 Prozent der Nennlast liegt. Zentraler Bestandteil ist dabei das Messelement aus einer gehärteten Stahllegierung, das auch bei hohen Lasten seine Elastizität behält. Der Kapazitätsbereich der Wägezellen reicht von 500 Kilogramm bis zu 520 Tonnen in unterschiedlichen Genauigkeitsklassen.

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