Pharmamarkt Wachstumsmarkt Japan

Redakteur: Anke Geipel-Kern

PricewaterhouseCoopers (PWC) hat kürzlich Perspektiven der Pharmabranche in Japan analysiert. Der japanische Pharmamarkt ist demnach hinter dem US-amerikanischen der zweitgrößte der Welt.

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Frankfurt a.M. – Dennoch war das Interesse ausländischer Hersteller an Investitionen in Japan lange gering. Doch die Liberalisierung der Arzneimittelgesetzgebung hat dies ab 2003 geändert:

Pharmahersteller dürfen mittlerweile auch Medikamente vermarkten, die nicht in Japan hergestellt wurden. Zudem sollen sich die Zulassungsverfahren für neue Medikamente durch die Etablierung einer zentralen Aufsichtsbehörde, der „Pharmaceutical and Medical Devices Agency“ (PMDA) deutlich beschleunigen.

Der Pharmamarkt hat von diesen Liberalisierungsschritten offensichtlich profitiert: Im Jahr 2005 stieg das Umsatzvolumen um fast 7% auf über 60 Milliarden Dollar und damit so stark wie seit 1991 nicht mehr. Der Marktanteil internationaler Pharmakonzerne liegt mittlerweile bei 34%. Das Wachstum dürfte sich nach dem Liberalisierungsschub allerdings wieder abschwächen, so dass bis 2010 mit einem Anstieg des Marktvolumens auf rund 70,8 Milliarden Dollar zu rechnen ist.

Gute Wachstumsperspektiven

Das Fazit der Studie: Für ausländische Pharmakonzerne, die bereits in Japan aktiv sind, bieten sich gute organische Wachstumsperspektiven. Doch auch Neueinsteiger hätten Chancen, so Volker Booten, bei PWC verantwortlich für den Bereich Chemicals & Pharma, vor allem, wenn sie auf Zukäufe in spezialisierten Segmenten setzen.

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