Membran-Elektrolyse Vinnolit zieht die Umrüstung auf Membran-Elektrolyse vor
Der Zwischenprodukte-Lieferant Vinnolit hat ehrgeizige Ziele: Deutlich schneller als geplant sollen die Amalgam-Anlagen in Gendorf und Knapsack gegen Membran-Elektrolysen ausgetauscht werden.
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Gendorf, Knapsack – Vinnolit will seine noch verbliebenen Amalgamanlagen in Gendorf und Knapsack umrüsten. Neben einer sich derzeit schon im Bau befindlichen Anlage in Gendorf mit einer Kapazität von 90 000 Tonnen pro Jahr und einem Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro sollen für 55 Millionen Euro zwei weitere Membran-Elektrolysen entstehen: in Gendorf mit 90 000 Tonnen Chlorkapazität pro Jahr und in Knapsack mit 100 000 Tonnen pro Jahr. Das Gesamtprojekt soll nach Unternehmensaussage bereits Mitte 2009 abgeschlossen werden, anderthalb Jahre früher als ursprünglich geplant.
Der Hersteller von PVC und Zwischenprodukten plant seine Chlorkapazität im Zuge der Konversion von derzeit 390 000 auf 430 000 Tonnen pro Jahr aufzustocken. Als eigentliche Triebfeder nennt das Unternehmen jedoch Energieeffizienz. „Das moderne Membranverfahren benötigt pro Tonne Chlor erheblich weniger elektrische Energie als das Amalgamverfahren“, erklärt Geschäftsführer Dr. Ralph Ottlinger die Gründe des Umbaus. Das Unternehmen rechnet mit einer möglichen Energie-Einsparung von 24 Prozent. „Damit leistet Vinnolit einen deutlichen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz und Verminderung des CO2-Ausstoßes“, ergänzt Ottlinger.
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