Granulieranlagen Vielseitige Granulieranlagen nach dem Rotoform-Verfahren für staubfreie Pastillen

Redakteur: Manja Wühr

Eine Kombination von Stahlbandkühler und Aufgabesystem erlaubt die direkte Granulation von Chemikalien zu Pastillen, Mikropastillen, Schuppen und Streifen. Damit eignen sich die Anlagen für verschiedene Anwendungen in der Prozessindustrie.

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Ob Öl-, Gas-, Kunststoff- und Lebensmittelindustrie – Granulieren ist ein wichtiger Prozessschritt. Und genau hier zeigen die Granulieranlagen nach dem Rotoform-Verfahren von Sandvik ihre Vielseitigkeit. Jedes der neun Modelle der Rotoform-Serie ist für sehr spezifische Aufgaben entwickelt worden, arbeitet aber immer mit dem gleichen Grundprinzip. Das Herzstück des Systems ist ein perforierter rotierender Zylinder – der so genannte Rotoformer. Er legt Schmelzetropfen über die gesamte Breite eines kontinuierlich laufenden Stahlbandes ab. Die Rückseite des Stahlbandes wird mit Wasser gekühlt. Durch die Kühlung erstarren die Tropfen schnell und werden am Ende des Stahlbandes als feste, trockene, freifließende und staubfreie Pastillen abgenommen.

Mit dem Verfahren können Schmelzen bis zu einer Aufgabetemperatur von 320 °C und bis zu einer Viskosität von 50 000 mPas verarbeitet werden. Abhängig vom Produkt können Pastillen im Bereich von 1 bis 30 mm hergestellt werden. Der Durchmesser der Pastillen kann durch einfache Verstellung des Aufgabegerätes während des laufenden Betriebes verändert werden, oder – bei größeren Durchmesser-Änderungen – durch schnelles Auswechseln einzelner Maschinen-Komponenten.

Keine Produktkontamination

Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist laut Hersteller die Umweltfreundlichkeit. Durch die Trennung von Kühlmedium und Produkt durch das Stahlband werden weder die Pastillen noch das Kühlwasser verunreinigt. Durch die schnelle Kühlung – im Bereich von wenigen Sekunden bis maximal einer Minute – kann das Produkt nur sehr wenig Sauerstoff aufnehmen. Ebenso ist der Austausch von Gasen und Dämpfen minimal oder gleich null.

Mit dem Ziel die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit der Granulieranlagen zu veranschaulichen, präsentiert das Unternehmen auf der Powtech in Halle 9 am Stand 146 u.a. den Rotoform 3000 und den Rotoform HS (High Speed). Sie werden als Modell in Aktion gezeigt. Der Rotoform 3000 ist das Standard-Gerät und kann beispielsweise für die Pastillierung von Heiß-Schmelzklebern, Harzen, Schwefel und Wachsen eingesetzt werden. Das Nebenprodukt Schwefel beispielsweise fällt in flüssiger Form bei einer Temperatur von 125 bis 145 °C an. Für den Transport, die Handhabung und die Lagerung wird Schwefel gewöhnlich in eine feste Form gebracht. Die Pastillen aus dem Sandvik-Verfahren bieten nach eigenen Angaben folgende Vorteile:

  • geringe Bruchanfälligkeit und gute Abriebfestigkeit und damit geringe sichtbare Staubbildung;
  • gute Fließeigenschaften bei hohem Schüttwinkel;
  • leichtes Wiederaufschmelzen (kein Verklumpen).

Für sehr hohe Leistungen, wie sie z.B. in Öl- und Gasraffinerien gefordert werden, hat das Unternehmen den Rotoform HS entwickelt. Durch die Verwendung eines Außenrohres mit einem größeren Durchmesser im Vergleich zur Standardversion sowie durch Erhöhung der Bohrungen, kann die Leistung bei gleichbleibender Qualität in etwa verdoppelt werden.

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