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Zudem wird durch die zweistufige Verbrennung ein Katalysator überflüssig, was zusätzlich Betriebskosten spart. Der geringe Bedarf an Stützbrennstoff verkürzt die Amortisationszeit und sichert auch nachhaltig einen wirtschaftlichen Betrieb. „Eine solche Anlage kann man nicht von der Stange kaufen“, fasst Thomas Blome, Werkleiter von Angus Chemie zusammen.
Direkte Verwertung der Produktionsrückstände und Prozessgase
Blome sieht noch weitere Vorteile der neuen Anlage: „Bisher mussten wir mindestens alle sechs Wochen beide Brenner abschalten und die Kessel mit dem Besen reinigen.“ Erst nach drei Tagen Stillstand konnte die Anlage unter hohem Energieverbrauch wieder hochgefahren werden.
Die direkte Verwertung der Produktionsrückstände und Prozessgase macht dies in Zukunft unnötig, zudem entfällt die kostspielige Entsorgung. Mehr noch: Die Reststoffe können dann sogar effizient verwertet werden. Denn die Aminoalkohole, die für eine Weiterverarbeitung nicht rein genug sind, sich aber durch einen hohen Heizwert auszeichnen, können nun in der neuen Anlage genutzt werden.
Die bisherige Anlage war zu klein, so dass sich die Produktionsreste nicht direkt vor Ort verwerten ließen, sondern zu einem Großteil quer durch Deutschland transportiert werden mussten. Mit der neuen Anlage werden Blome zufolge mindestens hundert dieser Transporte wegfallen. So kommt das Unternehmen seinem Ziel eines abfallfreien Produktionskreislaufes ein ganzes Stück näher.
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