Rahmenvereinbarung mit Thyssenkrupp Uhde Uniper will bis zu sechs Ammoniak-Cracker bauen

Quelle: Thyssenkrupp Uhde 2 min Lesedauer

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Eine neue Rahmenvereinbarung zwischen Uniper und Thyssenkrupp Uhde markiert einen entscheidenden Schritt für Europas Wasserstofflogistik. Die Unternehmen bereiten den Bau großtechnischer Ammoniak-Cracker vor, die künftig den Import von Wasserstoff ermöglichen sollen.

Die Partnerschaft legt den Grundstein für Europas Wasserstoffimporte – mit bis zu sechs Anlagen zur Ammoniak-Spaltung.(Bild:  Thyssenkrupp Uhde)
Die Partnerschaft legt den Grundstein für Europas Wasserstoffimporte – mit bis zu sechs Anlagen zur Ammoniak-Spaltung.
(Bild: Thyssenkrupp Uhde)

Uniper und Thyssenkrupp Uhde haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die den Grundstein für den Bau kommerzieller Ammoniak-Cracking-Anlagen legt. Das Energieunternehmen hat sich dazu Lizenzpakete für die Nutzung der Technologie zur Ammoniak-Spaltung gesichert. Die Vereinbarung umfasst bis zu sechs Großanlagen mit einer Gesamtkapazität von 7200 Tonnen Ammoniak pro Tag (metric tons per day = mtpd).

Die Nutzung von Wasserstoff aus Ammoniak in industriellem Maßstab soll einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung der nationalen und europäischen Industrie leisten. Der direkte Transport von Wasserstoff ist technisch und wirtschaftlich sehr aufwändig. Ammoniak hingegen bietet sich als Transport- und Speichermedium an, da es sich vergleichsweise einfach verflüssigen und in großen Mengen verschiffen lässt. Ohne eine leistungsfähige Cracker-Technologie ist ein großvolumiger Import von Wasserstoff nicht realisierbar. Damit ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer resilienten Energieinfrastruktur in Europa.

Die Vereinbarung schafft die Voraussetzung, die Technologie bei dem von Uniper geplanten Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven einzusetzen. Das Lizenzpaket umfasst unter anderem Engineering- und Serviceleistungen, sowie die Lieferung von Hauptausrüstungen und Katalysatoren. Uniper treibt aktuell ein Pre-FEED (Front-End Engineering and Design) für eine kommerzielle Anlage am Standort Wilhelmshaven voran. In dieser Pre-FEED-Phase werden die Designbasis für ein Projekt erstellt, der Projektumfang genauer definiert, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit weiter überprüft und Unsicherheiten sowie Risiken reduziert. Das Ziel ist, eine solide Grundlage für die nachfolgende FEED-Phase zu schaffen. Der Start der FEED-Phase ist für Ende des kommenden Jahres geplant.

Bereits im Frühjahr 2025 hatten Uniper und Thyssenkrupp Uhde den Bau einer der weltweit ersten Demonstrationsanlagen für die Ammoniakspaltung am Kraftwerksstandort in Gelsenkirchen-Scholven angekündigt. Die Anlage mit einer Kapazität von 28 Tonnen Ammoniak pro Tag dient als technologisches Sprungbrett für die jetzt vereinbarte kommerzielle Skalierung. Die nun unterzeichnete Rahmenvereinbarung mitsamt den Lizenzen für großtechnische kommerzielle Anlagen ist ein konsequenter nächster Schritt auf dem Weg zur industriellen Reife dieser Schlüsseltechnologie für den globalen Wasserstoffhandel. Die Demonstrationsanlage wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit und zur nachhaltigen Transformation energieintensiver Industrien.

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