Korrosionsschutz Umweltfreundlicher Rostschutz zum Aufsprühen
Ein Rostschutzmittel das ohne Schwermetalle auskommt – Forscher am Leibniz-Institut für Neue Materialien haben so eine Schutzschicht jetzt entwickelt, die nur auf das jeweilige Bauteil aufgesprüht werden muss.
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Saarbrücken – Drei Vorteile soll das Korrosionsschutzmittel mitbringen, dass die Forscher am Leibniz-Institut für Neue Materialien entwickelt haben. Zum einen soll sich das Material durch eine besondere Strukturierung auszeichnen, die es ermöglicht, den Rostschutz auf das Material aufzusprühen: „Die Schutz-Partikel ordnen sich von alleine dachziegelartig an. Ähnlich wie bei einer Mauer lagern sich so mehrere Partikel-Schichten versetzt übereinander. Das Ergebnis ist eine selbstorganisierte Barriere“, sagt Carsten Becker-Willinger, Leiter des Programmbereichs Nanomere.
Zudem enthält das Gemisch aus flüssigen und festen Bestandteilen keine gesundheitsschädlichen Schwermetalle wie Chrom VI, auf die andere Korrosionsschutzmittel oftmals nicht verzichten können.
Ein dritter Vorteil kommt noch dazu: Die Schutzschicht soll intakt bleiben, auch wenn Kieselsteine, Sand oder Stäube auf der Schutzschicht „kratzen“. Ein Test des Instituts zeigt, dass die neue Beschichtung auch Belastungen durch Schlag oder Reibung standhält. Lässt man auf eine beschichtete Platte eine Stahlhalbkugel so schwer wie zwei Pakete Zucker aus einem Meter Höhe fallen, wird die neue Beschichtung zwar leicht verformt – sie reißt laut den Entwicklern jedoch nicht und platzt auch nicht ab.
Die Schutzschicht eignet sich für Stähle und Metalle wie zum Beispiel Aluminium, Magnesium oder Kupfer. Platten, Rohre oder Zahnräder lassen sich durch Aufsprühen, Tauchen oder Anstreichen wirkungsvoll beschichten.
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