Wasseraufbereitung Umkehrosmose-Anlage sichert die Brauwasserqualität

Redakteur: Annedore Munde

In vielen Branchen ist die Wasseraufbereitung von großer Bedeutung. Durch ein angepasstes Anlagenkonzept und durch die geeignete Verfahrenstechnik ist es möglich, Umweltfreundlichkeit, einfache Handhabung und kostengünstige Betriebsweise miteinander zu verbinden.

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Bild 1: Die Umkehrosmose-Anlage mit frequenzgeregelten Lowara-Pumpen und mit einer Leistung von 50 m³/h wird in der Brauerei Gold Ochsen zur Brauwasseraufbereitung genutzt. (Bild: ITT)
Bild 1: Die Umkehrosmose-Anlage mit frequenzgeregelten Lowara-Pumpen und mit einer Leistung von 50 m³/h wird in der Brauerei Gold Ochsen zur Brauwasseraufbereitung genutzt. (Bild: ITT)

Für die Getränke- und Lebensmittelindustrie ist die Wasseraufbereitung von herausragender Bedeutung. Um einer chemisch-biologisch ungünstigen Wasserqualität vorzubeugen, die die Qualität des angebotenen Produktes beeinträchtigt, Produktionsabläufe stört, unnötige Kosten verursacht und nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt haben kann, investierte die Ulmer Brauerei Gold Ochsen rund 200000 Euro in eine Umkehrosmose-Anlage (RO-Anlage) zur Entsalzung und Aufbereitung des verwendeten Brauwassers (Bild 1).

Ionenaustauschertechnik besser als Membranverfahren

Damit setzte die Brauerei einen Meilenstein in Bezug auf Brauwassergüte, Energieeffizienz und Umweltschutz. Die neue Anlage ersetzt die bisherige Ionenaustauschertechnik durch ein Membranverfahren, das prozesstechnisch wesentliche Vorteile gegenüber dem Ionenaustauschersystem birgt.

Die Traditionsbrauerei Gold Ochsen befindet sich seit 1868 in Familienbesitz. Rund 600000 Hektoliter Bier und alkoholfreie Getränke produzieren die Schwaben jährlich und beliefern damit das Umland bis in die Schweiz hinein.

Wasser für Produktqualität entscheidend

Das Brauwasser wird aus dem eigenen Tiefbrunnen auf dem Brauereigelände gefördert. Daher kam es den Ulmer Bierbrauern besonders darauf an, nicht allein die qualitativen Anforderungen der gesetzlichen Trinkwasserverordnung zu erfüllen. Sie wollten auch den Geschmack und den Charakter ihrer gebrauten Produkte durch eine konstant hohe Brauwasserqualität unverwechselbar machen, der sich in der chemisch-biologischen Zusammensetzung je nach Hersteller, Biersorte und Quellort des verwendeten Rohwassers generell unterscheidet. Zudem sollte die ständige Verfügbarkeit im laufenden Produktionsprozess gegeben sein.

Um diese hohen Anforderungen zu erfüllen, wandte sich die Brauerei an die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH in Höchstadt an der Donau. In Zusammenarbeit mit dem Pumpenspezialisten ITT Lowara aus Großostheim wurde ein Konzept entwickelt, das sich mit der eingesetzten Verfahrenstechnik besonders durch Umweltfreundlichkeit, einfache Handhabung sowie kostengünstige Betriebsweise auszeichnet. Allein die von Lowara gelieferten frequenzgeregelten Pumpen sollten im Anlagenbetrieb über 30% der elektrischen Energie sparen (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Funktionsweise und Vorteile der neuen Anlage

Die Anlage dient zur Erzeugung von Brauwasser. Sie entsalzt das Brunnenwasser. Anschließend wird das entsalzte Wasser wieder mit 10% filtriertem Brunnenwasser verschnitten, um so ein optimales Brauwasser zu erzielen.

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