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Großauftrag Druvatherm-Reaktoren für Asien Trotz Corona: Deutscher Anlagenbauer zieht Großauftrag in Fernost an Land

| Redakteur: Dominik Stephan

Reaktion und Trocknung in einem Apparat kombiniert: Mit dieser Kombination sollen Reaktoren maximale Effizienz und kleinsten Footprint in der Anlage kombinieren. Entsprechende Technologien sind weltweit etwa in der Zellulose-Verarbeitung gefragt - und das auch in Corona-Zeiten.

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Blick in die Produktionshalle des Lödige-Stammwerks in Paderborn: Hier wird bis 2021 einer der größten Einzelaufträge der Firmengeschichte realisiert.
Blick in die Produktionshalle des Lödige-Stammwerks in Paderborn: Hier wird bis 2021 einer der größten Einzelaufträge der Firmengeschichte realisiert.
(Bild: Lödige)

Kompakt, schnell und effizient: Mit diesem Dreiklang sollen dieDruvatherm-Reaktoren des Paderborner Anlagenbauers Lödige Kunden in der Chemieindustrie, Pharmaproduktion oder Kunststoffverabreitung überzeugen. Die Apparate kombinieren mehrere Prozess-Schritte – zum Beispiel Reaktion und Trocknung – in ein und derselben Maschine unter idealen Bedingungen, erklärt der Hersteller.

Daraus ergeben sich zahlreiche Vorteile: Zum einen erfordern derartige Verfahren weniger Zeit, da zwischenzeitliches Entleeren, innerbetrieblicher Transport und Wiedereinfüllen entfallen. Zum anderen benötigt ein Druvatherm-Reaktor naturgemäß weniger Platz als mehrere einzelne Apparate für verschiedene Prozess-Schritte.

Die Technologie bescherte den Ostwestfalen jetzt einen der größten Einzelaufträge der über 80-jährigen Unternehmensgeschichte: Das weltweit aktive Unternehmen, das international als Lödige Process Technology auftritt, wird insgesamt sechs Maschinen an einen Chemiekonzern in Fernost liefern.

Auf Effizienz getrimmt: So hilft das Reaktor-Design bei thermischen Prozessen

Konkret umfasst der jetzt erteilte Auftrag insgesamt fünf große Reaktoren der Baureihe Druvatherm DVT mit einem Trommelinhalt von jeweils mehr als 20.000 Litern Volumen sowie eine weitere kleinere Pilotmaschine für die Produkt- und Verfahrensentwicklung. In den Reaktoren werden unter hohem Druck Zellulose-Fasern chemisch so umgewandelt, dass diese dann unter anderem in der Baustoff-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie eingesetzt werden können.

Die diskontinuierlichen Maschinen zeichnen sich dabei durch spezielle Mischelemente aus, die in eine zylindrische, horizontale Trommel mit Temperiermantel eingebaut sind. Die Mischelemente bewegen das Reaktionsgut permanent. Dadurch kommen die einzelnen Partikel häufig in Kontakt mit der Behälterwand, was zu einer Optimierung des Wärmetransports führt und somit Prozesszeiten reduziert.

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