Biogas Trockenvergärung im Überblick

Redakteur: Manja Wühr

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe stellt eine Analyse der gängigen Verfahren zur Trockenvergärung vor.

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Mit der Analyse der gängigen Verfahren veröffentlicht die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zusammenfassende Daten zur Feststoffvergärung. In einer Studie werden die verschiedenen Varianten nicht nur vorgestellt, die Trockenfermentation wird außerdem ökonomisch und ökologisch bewertet. Da auch trockene Substrate wie Stroh mit dieser Verfahrenstechnik nutzbar sind, werden höhere Potenziale für Biogas ermittelt.

Verfahrenstechnik, Ökonomie, Ökologie im Blickpunkt

Die Ergebnisse basieren auf Arbeiten der Universität Rostock, der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und des Instituts für Energetik und Umwelt (IE). Während die Wissenschaftler der FAL die verfahrenstechnischen Grundlagen und den Stand der Technik bewerteten, widmeten sich die anderen beiden Partner Biogaserträgen und Potenzialen.

In Rostock analysierten die Wissenschaftler verschiedene landwirtschaftliche Substrate auf ihren Biogasertrag. Dabei nahmen sie auch den Fleiß der unterschiedlichen Bakterienstämme unter die Lupe. Beim IE dagegen bewertete man das Potenzial. Mit 297 Petajoule (PJ) pro Jahr bietet die Trockenfermentation ein höheres technisches Potenzial als die konventionelle Vergärung, für die rund 250 PJ prognostiziert werden. Zwar können dabei rund 50 PJ aus der Gülle nicht erschlossen werden, dafür kommen rund 100 PJ aus strohartiger Biomasse dazu.

Die Studie befasst sich auch mit ökologischen und ökonomischen Auswirkungen. Nicht nur mit dem Innovationsbonus bieten Trockenvergärungsanlagen ökonomisches Potenzial. Die Studie vergleicht die verschiedenen Technologien auch diesbezüglich. Die Ergebnisse der Einzelprojekte können auf der Webseite der FNR gelesen werden, Stichwort Literatur. Dort werden auch die analysierten 18 Referenzanlagen vorgestellt.

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