Trendumfrage Trendwende zeichnet sich ab: Biotech-Industrie meldet stabile Finanzierung

Quelle: BIO Deutschland e.V. 2 min Lesedauer

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Trotz globaler Finanzierungsschwierigkeiten konnte die deutsche Biotechnologie-Industrie 2023 etwas mehr Kapital als im Vorjahr einsammeln. Geschäftsführer sehen ihre Lage pessimistischer, zeigen sich aber hoffnungsvoll für die Zukunft.

Zum 18. Mal in Folge hat Bio Deutschland Biotechnologie-Unternehmen und branchenspezifische Dienstleister befragt.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Zum 18. Mal in Folge hat Bio Deutschland Biotechnologie-Unternehmen und branchenspezifische Dienstleister befragt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Trotz angespannter globaler Finanzierungslage ist es der deutschen Biotechnologie-Industrie 2023 gelungen, mit rund 1,08 Milliarden Euro etwas mehr Kapital einzusammeln als im Jahr davor (920 Millionen Euro). 533 Millionen Euro davon gingen in Form von Venture Kapital an private Unternehmen, 547 Millionen Euro flossen als Kapitalerhöhung an börsennotierte, so die Datenerhebung, die der Biotechnologie-Branchenverband Bio Deutschland veröffentlicht hat. Die jährliche Trendumfrage des Verbands zeigt zudem, dass Geschäftsführer ihre Geschäftslage 2023 zwar noch deutlich schlechter einschätzen als 2022, sie aber wieder positiver in die Zukunft blicken. Allerdings setzt sich der negative Trend bei der Personalplanung und den Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) für das kommende Jahr fort.

Die deutsche Biotech-Industrie hat 2023 trotz globaler Finanzierungsherausforderungen 1,08 Milliarden Euro Kapital aufgebracht, etwas mehr als im Vorjahr. (Bild:  Bio Deutschland)
Die deutsche Biotech-Industrie hat 2023 trotz globaler Finanzierungsherausforderungen 1,08 Milliarden Euro Kapital aufgebracht, etwas mehr als im Vorjahr.
(Bild: Bio Deutschland)

Rund 29 % der Befragten gaben an, ihre aktuelle Geschäftslage sei schlecht. 2022 sagten das lediglich 13 %. Im Gegensatz dazu gehen rund 35 % davon aus, dass ihre Geschäftslage 2024 besser sein wird als 2023. Letztes Jahr waren das nur 26 %. Zugenommen hat ebenfalls die Zahl der Unternehmen, die Personal abbauen werden. 14,5 % haben dies vor, ca. dreimal so viele wie noch vor einem Jahr. Die Zahl derer, die planen Personal aufzubauen, ist mit rund 45 % dabei stabil geblieben. 33 % wollen 2024 mehr in FuE investieren (2023: 39 %), 18 % planen, diese Investitionen zu reduzieren (2023: 11 %). Die Anzahl derer, die das aktuelle politische Klima für Biotech-Unternehmen schlecht finden, hat sich mehr als verdoppelt, von 15 auf 35 %. Was das zukünftige politische Klima angeht, erwarten die Unternehmerinnen und Unternehmer kaum Veränderungen.

Oliver Schacht, Vorstandsvorsitzender der Bio Deutschland, konstatiert: „Das Jahr 2023 hat unsere Unternehmen vor besondere Herausforderungen gestellt. Der Kapitalmarkt war schwierig, die Energiekosten sind hoch, qualifiziertes Personal ist schwer zu finden. Die Ergebnisse unserer Trendumfrage bilden diese Situation ab.“ Bemerkenswert sei, dass viele Geschäftsführer davon ausgingen, dass sich die Situation nicht weiter verschlechtern wird, sondern sich sogar eine Trendumkehr abzeichne. „Allerdings sind sie dennoch bei Investitionen weiterhin vorsichtig, auch mehr Stellenabbau ist geplant, aber nach wie vor auf niedrigem Niveau“, so Schacht.

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