Tarifrunde Feinkeramik IGBCE fordert 6 % Plus und Bonus für Gewerkschaftsmitglieder

Quelle: IGBCE 2 min Lesedauer

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In der Tarifrunde 2024 der feinkeramischen Industrie fordert die IGBCE eine Entgelterhöhung von 6 % sowie einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder. Grundlage der Forderung ist unter anderem eine Umfrage unter Beschäftigten. Die erste Verhandlungsrunde ist für Oktober angesetzt.

In der Tarifrunde 2024 fordert die IGBCE für die Beschäftigten der feinkeramischen Industrie 6 % mehr Lohn sowie einen Bonus ausschließlich für Gewerkschaftsmitglieder.(Bild:  IGBCE)
In der Tarifrunde 2024 fordert die IGBCE für die Beschäftigten der feinkeramischen Industrie 6 % mehr Lohn sowie einen Bonus ausschließlich für Gewerkschaftsmitglieder.
(Bild: IGBCE)

Eine Entgelterhöhung um 6 % einer Laufzeit von zwölf Monaten und einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder: Das fordert die Industriegewerkschaft IGBCE in der diesjährigen Tarifrunde der feinkeramischen Industrie. Die bundesweit mehr als 18.000 Beschäftigten der Branche produzieren zum Beispiel Waschbecken und künstliche Hüftgelenke aus Keramik oder bemalen und bearbeiten hochwertiges Tischporzellan.

Vor der Tarifkommissionssitzung am 24 Juni im hessischen Espenau hatte die IGBCE zusätzlich zu den Gesprächen in den Betrieben eine breit angelegte digitale Umfrage durchgeführt, an der sich rund 550 Feinkeramik-Beschäftigte beteiligten. IGBCE-Verhandlungsführer Moritz Hautmann sagte: „Alle Debatten und Umfragen haben gezeigt, dass die Beschäftigten sich dringend einen Bonus exklusiv für Mitglieder der IGBCE wünschen. Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass sie diese Verantwortung annehmen und dazu liefern.“

Die Forderung nach einer Erhöhung der Vergütungen um 6 % habe die Tarifkommission mit Vernunft und Augenmaß beschlossen: „Diese zurückhaltende Forderung trägt der teilweise angespannten wirtschaftlichen Lage der feinkeramischen Industrie Rechnung“, betont Hautmann. Während es bei der technischen Keramik rund laufe, sei die Situation in anderen Sparten, beim Porzellan etwa, durchwachsen. Hautmann unterstreicht: „Vielen Unternehmen geht es aber auch sehr gut. Und die Prognose für die Branche ist positiv.“ Das liege auch an den vielversprechenden Signalen aus der Politik. Der von der Bundesregierung beschlossene Bau-Turbo beispielsweise werde mittelfristig auch dafür sorgen, dass die Nachfrage nach neuen Badezimmern und Fliesen steigen werde.

Die erste Verhandlung mit der Arbeitgeberseite findet am 1. Oktober statt.

Die Bandbreite in der feinkeramischen Industrie ist groß. Sie reicht von hoch technologisierten Weltmarktführern bis hin zu kleineren Betrieben, in denen stark handwerklich gearbeitet wird. Die Beschäftigten sind in den Sparten Porzellan, Sanitärkeramik und technische Keramik tätig. Technische Keramik findet zum Beispiel in der Medizintechnik oder beim Ausbau der erneuerbaren Energien Anwendung. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Große Betriebe sind der Keramikhersteller Villeroy & Boch mit Standorten in Merzig, Mettlach und Torgau sowie Ceramtec, der Hersteller und Entwickler von technischer Keramik, in Marktredwitz, Lauf und Plochingen. Zu weiteren wichtigen Unternehmen zählen der Porzellanhersteller BHS Tabletop (Schönwald, Weiden), der Hersteller von Keramik-Kondensatoren, Vishay (Selb), die Porzellanfabrik Christian Seltmann (Weiden) sowie die Sanitärkeramikproduzenten Duravit (Hornberg, Meißen) und Geberit (Wesel, Haldensleben).

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