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Meilenstein Messtechnik

Taktgeber für Füllstand- und Druckmessung

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Shooting-Star Radar

„Letztlich zählt nicht das Messverfahren, sondern die Bereitschaft, eine Lösung für das Problem des Anwenders zu finden.“ Thomas Deck, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Vega
„Letztlich zählt nicht das Messverfahren, sondern die Bereitschaft, eine Lösung für das Problem des Anwenders zu finden.“ Thomas Deck, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Vega
(Bild: Vega)

In der Füllstandmesstechnik hat sich in den vergangenen Jahren die Radartechnologie zum echten Shootingstar entwickelt. „Dieses Messverfahren ist weitestgehend unabhängig von äußeren Einflüssen wie Kondensat, Temperatur, Druck, Schaum oder Staub“, nennt der Entwicklungsleiter die Gründe. „Aber das ist nicht alles, Anwender benötigen robuste Messgeräte. Daher haben wir sehr viel in die Entwicklung hoch integrierter, stromsparender elektronischer Bauteile, in hohe Microcontroller-Leistungen oder Hochleistungskunststoffe gesteckt“, beschreibt Deck die Arbeit der vergangenen Jahre. „Der Markt möchte am liebsten ein einziges physikalisches Messprinzip, das einen großen Anteil aller Messanforderungen abdeckt. Diesen Anspruch können wir mit unserer heutigen Vegapuls-Reihe sehr gut erfüllen.“

Dennoch bieten die Schiltacher auch viele weitere physikalische Messprinzipien, wie die kapazitive Füllstandmessung oder das geführte Radar. „Ich denke, das zeichnet uns bei Vega wirklich aus, dass wir gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung suchen, die sein spezielles Problem am besten löst“, macht Deck deutlich. „Wir sind zwar Marktführer bei der Radartechnologie, aber wenn sich ein anderes Messverfahren als geeigneter erweist, schlagen wir dieses dem Kunden natürlich auch vor.“ Letztlich sei es nicht das Messverfahren, das zählt, sondern die Bereitschaft, eine Lösung für ein Problem des Anwenders zu finden.

Und ob gebogene Antennen, Antennenverlängerungen oder Anwendungen, in denen der gerichtete Radarstrahl über einen Metallreflektor umgelenkt wird, die Experten aus dem Schwarzwald schlagen hierfür gegebenenfalls auch ungewöhnliche Wege ein. Der Mission „Problemlösung“ hat sich Vega weltweit verschrieben, was ein Exportanteil von 80 Prozent verdeutlicht. Vega-Messtechnik findet sich rund um den Globus, von Südafrika bis zum Polarkreis, von Asien über Australien bis in die USA.

Auf Herz und Nieren geprüft

Wenn es um die Zuverlässigkeit der Geräte geht, kennt man in Schiltach kein Pardon. „Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich bewusst, dass vom fehlerfreien Funktionieren unserer Messgeräte nicht nur der wirtschaftliche Erfolg abhängt, sondern oft auch die Unversehrtheit von Mensch und Umwelt, z.B. bei chemischen Prozessen oder bei der Wasserversorgung“, betont Deck die besondere Verantwortung. Oft sind es widrigste Umgebungsbedingungen, mit denen selbst modernste Messgeräte zu kämpfen haben. Daher wird jedes Gerät auf sein künftiges Einsatzgebiet vorbereitet und umfangreichen Tests unterzogen. Manche Geräte müssen Temperaturen zwischen -196 und 450 °C aushalten, anderen darf eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent nichts ausmachen, wieder andere müssen von einem Druck bis 1000 bar unbeeindruckt bleiben. Auch Vibrationen bis 2000 Hertz oder Blitzschläge bis 100 kA sollte mancher Sensor gelassen hinnehmen. Nur Geräte, die diese Nagelprobe bestehen, erhalten die Freigabe zum Einsatz im Feld.

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Zwei Beispiele für Sensoren, die es heiß mögen: Der Vibrationsgrenzschalter für Flüssigkeiten Vegaswing 66 arbeitet selbst bei extremen Prozesstemperaturen und -drücken absolut zuverlässig, ebenso wie der TDR (Time Domain Reflectometry)-Sensor Vegaflex 86 zur kontinuierlichen Füllstand- und Trennschichtmessung von Flüssigkeiten, der einen extremen Temperaturbereich abdeckt.

„Der große Vorteil ist, dass wir für die Gerätetests verschiedenste Prüfverfahren, etwa ein 3D-Röntgenmikroskop, EMV-Simulations-Messtechnik oder eine Berstdruck-Prüfeinrichtung bis 6000 bar direkt am Standort haben“, erklärt Deck. „Zum einen sind die Wege bei Fragen kurz, zum anderen sparen wir viel Zeit und können damit schneller mit neuen Geräten auf den Markt kommen.“ Eine ungewöhnliche Testumgebung ist im Übrigen das hauseigene Wasserkraftwerk, gespeist vom direkt am Firmengelände vorbeifließenden Fluss Kinzig. Es deckt seit über 20 Jahren einen großen Teil des Energiebedarfs von Vega und dient zugleich als Testfeld für die eigenen Füllstand- und Drucksensoren.

Kurze Lieferzeiten

Um Schnelligkeit ging es auch, als vor mehr als zehn Jahren das Baukastensystem plics eingeführt wurde, ein weiterer Meilenstein. Zum Verständnis: Vega fertigt am Tag zwischen 1500 und 2000 Geräte, das macht rund 418.000 Messgeräte pro Jahr. „Dabei gibt es 180 Grundgeräte und bis zu 100.000 Gerätevarianten – gerade für mittelständische Unternehmen ist dies eine große Herausforderung“, so Deck. Die plics-Lösung: Jedes Messgerät wird erst nach Eingang der Bestellung aus vorgefertigten Einzelkomponenten zusammengestellt. Mit anderen Worten: Jedes Vega-Gerät ist ein kundenspezifisches Gerät, zumal jeder Kunde andere, individualisierte Gerätemerkmale wünscht.

Jedes Gerät aus der plics-Serie wird aus fünf Modulen zusammengesetzt: Ein Sensor wird über einen Prozessanschluss mit einem Gehäuse aus Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl verbunden. Darin sitzt das Herz des Gerätes: ein individuell programmiertes Elektronikmodul. Der Kopf ist das immer gleiche Anzeige- und Bedienmodul. So kann jeder, der einmal ein plics-Messgerät bedient hat, auch alle anderen plics-Geräte bedienen. Da die einzelnen Bausteine vorrätig sind, bietet Vega sehr kurze Lieferzeiten.

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