Flockungsmittel Synthetische Polymere durch stärkebasierte Flockungsmittel ersetzbar

Redakteur: Sonja Beyer

Stärkebasierte Flockungsmittel sind für den Einsatz in der Hafenschlick-Aufbereitung ökonomisch und ökologisch sinnvoll, fanden Hamburger Wissenschaftler heraus. Demnach könnten sie synthetische Polymere problemlos ersetzen.

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Wissenschaftler der Universität Hamburg haben ein Forschungsprojekt an der Hamburger Hafenschlick-Aufbereitungsanlage METHA III abgeschlossen. Gefördert von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), haben sie mit drei Kooperationspartnern gezeigt, dass sich stärkebasierte Flockungsmittel für die Hafenschlick-Aufbereitung sowohl technisch als auch wirtschaftlich eignen.

Flockungsmittel, die synthetischer oder natürlicher Herkunft sein können, werden in Fest-Flüssig-Trennprozessen eingesetzt. Sie bilden mit unlöslichen Schwebstoffen und kolloidalen Schmutzpartikeln in wässrigen Suspensionen Flocken, die anschließend durch Sedimentation, Flotation oder Filtration vom Wasser getrennt werden.

Bei der Aufbereitung von Schlamm und Schlick kommen üblicherweise synthetische Polymere zum Einsatz, weil sie meist besser kommerziell verfügbar sind als Produkte natürlicher Herkunft und recht einfach für spezielle Anwendungen optimiert werden können. Synthetische Polymere z.B. auf Polyacrylamidbasis sind jedoch biologisch nicht gut abbaubar und können toxische Restmonomeranteile enthalten.

Stärkederivate stammen dagegen aus nachwachsenden Rohstoffen und sind gleichzeitig kostengünstiger als die synthetischen Flockungsmittel. Darum haben die Hamburger Wissenschaftler untersucht, ob sich synthetische Polymere durch stärkebasierte Flockungsmittel ersetzen lassen.

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